Bildungsvolksbegehrer rufen zur Unterstützung auf
GÖD-Chef Neugebauer bot den Initiatoren und der Bundesjugendvertretung eine Plattform.
Wien – Die Initiatoren des Bildungsvolksbegehrens haben am Mittwoch ihre Anliegen den Delegierten des Bundeskongresses der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) präsentiert. Der Mitinitiator und AHS-Lehrer Daniel Landau wurde gemeinsam mit der Vorsitzenden der Bundesjugendvertretung, Johanna Zauner, freundlich von GÖD-Vorsitzendem Fritz Neugebauer begrüßt. Vom Rednerpult aus konnten sie für das Volksbegehren werben und zur Unterstützung aufrufen.
Daniel Landau, Bruder des Wiener Caritas-Direktors Michael Landau, appellierte an die Delegierten, als Verbündete insofern zu agieren, dass die Stimmen für das Volksbegehren ernst genommen werden. „Es geht um unsere Jugend und die Zukunft.“ Landau rief die Beamten dazu auf, einen entsprechenden Initiativantrag zu unterstützen.
Dieser Initiativantrag wurde von den Unabhängigen Gewerkschaftern (UGÖD) eingebracht und wird auch von sozialdemokratischen Gewerkschaftern (FSG), darunter die beiden Präsidiumsmitglieder Richard Holzer und Peter Korecky, unterstützt. Darin wird explizit dazu aufgerufen, das noch bis Donnerstag laufende Volksbegehren zu unterzeichnen. Die Chance auf Annahme dieses Antrages, der am Donnerstag abgestimmt wird, ist allerdings sehr gering, da UGÖD und FSG keine Mehrheit haben.
Angenommen wird hingegen aller Voraussicht nach am Donnerstag ein Antrag der AHS-Lehrergewerkschaft bzw. ihres Vorsitzenden Eckehard Quin (FCG). Darin wird auf das Volksbegehren nicht Bezug genommen. Im Gegensatz zu den Zielen des Volksbegehrens wird für ein „breit gefächertes Chancensystem“ und damit weiter für ein differenzierte Schulsystem mit Gymnasien und Neuer Mittelschule geworben.
Die Vorsitzende der Bundesjugendvertretung, Johanna Zauner, rief die Delegierten auf, sich gemeinsam für eine Bildungsreform einzusetzen. Allen Kindern sollte die bestmögliche Bildung ermöglicht werden. Derzeit würden Kinder in ein sozial ungerechtes Bildungssystem geworfen, Bildung werde in Österreich nach wie vor vererbt. (APA)