Tiroler Martin Falch als bester Sportler mit Behinderung ausgezeichnet
Der 44-Jährige, der bei einem Arbeitsunfall seinen Unterschenkel verlor, zeichnete sich im Para-Duathlon aus.
Wien – Große Ehre für Martin Falch. Der Arlberger wurde als Sportler des Jahres mit Behinderung ausgezeichnet. Falch eroberte im Para-Duathlon Gold und Bronze bei der WM sowie Bronze bei der EM. Der Tiroler hatte vor 13 Jahren einen Unterschenkel verloren, vor zweieinhalb Jahren starb seine Frau. „Sie hat gesagt, mach weiter“, erklärte er seine Motivation.
In der Damen-Wertung ging so wie im Vorjahr der Titel an Claudia Lösch. Die querschnittgelähmte Niederösterreicherin gewann bei der Weltmeisterschaft in allen fünf Disziplinen eine Medaille (dreimal Silber, zweimal Bronze). Gespannt ist Lösch, was die künftige Teilnahme von Mathias Lanzinger im Behindertenskilauf für die mediale Aufmerksamkeit bewirken wird.
Bei den Special Olympics wurde Isabella Szele geehrt. Die Botschaft der Reiterin: „Weitermachen, wir können es schaffen.“
Fenninger „Aufsteigerin des Jahres“
Fenninger hielt sich mit der Auszeichnung „Aufsteigerin des Jahres“ schadlos. Sie gewann die per Publikumsabstimmung im Internet durchgeführte Wahl mit mehr als doppelt so vielen Stimmen wie der zweitplatzierte Kletterer Jakob Schubert. Auf Rang drei folgen die Kanu-Weltmeisterinnen Yvonne Schuring/Viktoria Schwarz. „Das ist ein Publikumspreis und das ist was ganz Besonderes“, freute sich Fenninger.
An der Wahl zu Österreichs Sportlern des Jahres, die zum 63. Mal stattgefunden hat, nahmen rund 240 Sportjournalisten teil. Die Wahl wurde von Sports Media Austria, der Vereinigung der österreichischen Sportjournalisten, durchgeführt, die Ehrung erfolgte traditionell bei der Sporthilfe-Galanacht. (APA)