Gesellschaft

Erdbeben erschüttert erneut die Türke: Drei Tote, 100 Vermisste

Ein Erdbeben der Stärke 5,6 hat im Osten der Türkei mindestens 21 Gebäude zum Einsturz gebracht. Mindestens drei Menschen wurde getötet.

Ankara - Bei einem neuen Erdbeben im Osten der Türkei sind am Mittwochabend nach Medienberichten mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. 21 Gebäude, darunter drei Hotels, seien eingestürzt, als ein Beben der Stärke 5,6 die Provinz Van erschütterte, meldeten türkische Fernsehsender. Rund Hundert Menschen wurden den Angaben zufolge vermisst.

Türkischen Medien zufolge wackelte die Erde um 21.23 Uhr Ortszeit (20.23 Uhr MEZ). Nach Informationen des Fernsehsenders CNN Turk lag das Epizentrum des Bebens bei Edremit, einer Stadt 20 Kilometer südöstlich von Van. Mehrere Nachbeben erschütterten die Region - zwei davon mit einer Stärke von 4,5.

Erst am 23. Oktober war die Provinz von einem schweren Beben der Stärke von 7,2 verwüstet worden. Dabei waren mehr als 600 Menschen ums Leben gekommen. Tausende wurden verletzt, zahllose Gebäude zerstört.

Am Mittwochabend zeigten Fernsehsender Rettungskräfte und Bergungsmaschinen am eingestürzten Bayram Hotel. Der Sender NTV berichtete, dass die Helfer Sicherheitsvorkehrungen getroffen hätten, weil möglicherweise Gas aus einer zerstörten Leitung des Hotels ströme.

Die Provinz Van liegt im Südosten des Landes und grenzt an den Iran. Sie wird mehrheitlich von Kurden bewohnt. Die Türkei wird immer wieder von heftigen Erdbeben heimgesucht. (APA(dpa)