33 Jahre Haft für früheren kolumbianischen Paramilitärchef
Die Entscheidung über die Haftzeit folgte laut einer Mitteilung des US-Justizministeriums einem Schuldspruch wegen Drogenhandels mit dem Ziel der Unterstützung terroristischer Aktivitäten.
Miami – Ein US-Gericht in Miami hat den früheren kolumbianischen Paramilitärchef Carlos Mario Jimenez am Mittwoch (Ortszeit) zu 33 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Entscheidung über die Haftzeit folgte laut einer Mitteilung des US-Justizministeriums einem Schuldspruch wegen Drogenhandels mit dem Ziel der Unterstützung terroristischer Aktivitäten vom Mai. Die Staatsanwaltschaft hatte Jimenez, der auch unter dem Spitznamen „Macaco“ bekannt ist, die „Einfuhr tausender Kilogramm Drogen auf dem Luft-, Wasser- und Landweg in die USA“ vorgeworfen.
Jimenez war im März 2008 zusammen mit 13 weiteren paramilitärischen Anführern von Kolumbien an die USA ausgeliefert worden. Im Jahr 2010 wurden zunächst zwei Prozesse gegen ihn geführt, die später zusammengelegt wurden. Jimenez beteuerte stets seine Unschuld.
Die rechtsextremen Paramilitärs in Kolumbien waren vor etwa 30 Jahren von Großgrundbesitzern gegründet worden, um gegen linksgerichtete Guerilleros zu kämpfen, töteten aber auch Zivilisten, linksgerichtete Politiker, Journalisten und Gewerkschafter. Um sich zu finanzieren, handelten sie mit Kokain.
Im April 2006 wurde die Auflösung der Paramilitärs vereinbart. Ihren rund 31.000 Kämpfern wurde zugesichert, dass sie ungeachtet der Schwere ihrer Verbrechen höchstens acht Jahre ins Gefängnis müssen. Im Gegenzug sollten sie ihre Waffen abgeben, ihre Taten gestehen und kriminelle Handlungen einstellen. (APA/AFP)