Weltpolitik

USA stärken Netanyahu nach abfälligen Äußerungen den Rücken

Obama und Netanyahu arbeiteten eng zusammen und redeten regelmäßig miteinander, sagte Obamas stellvertretender Berater für die nationale Sicherheit, Ben Rhodes.

Washington – Nach dem wegen einer technischen Panne bekannt gewordenen abfälligen Gespräch zwischen US-Präsident Barack Obama und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy über Israels Staatschef Benjamin Netanyahu hat die US-Regierung letzterem demonstrativ den Rücken gestärkt.

Obama und Netanyahu arbeiteten eng zusammen und redeten regelmäßig miteinander, sagte Obamas stellvertretender Berater für die nationale Sicherheit, Ben Rhodes, am Mittwoch (Ortszeit) in Washington. Beide Länder pflegten „sehr enge Beziehungen mit Blick auf Sicherheitsfragen und ihre Grundwerte“.

Sarkozy und Obama hatten in der vergangenen Woche vor einer Pressekonferenz beim Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der 20 weltweit führenden Industrie- und Schwellenländer über Netanyahu gesprochen.

Da die Geräte für die Übersetzung schon verteilt worden waren, konnten einige Journalisten die Unterhaltung mithören. „Ich kann ihn nicht mehr sehen, das ist ein Lügner“, sagte Sarkozy über Netanyahu. „Du magst ja genug haben von ihm, aber ich muss jeden Tag mit ihm umgehen“, antwortete Obama. (APA/AFP)