„Advent in Tirol“

Tirols Christkindlmärkte setzen auf Tradition und Qualität

Anklöpfler, Kerzenschein und Glühweinduft. Auch wenn das Wetter derzeit nicht unbedingt an Weihnachten denken lässt, sperren nächste Woche bereits die ersten heimischen Christkindlmärkte auf.

Innsbruck - Unter dem Namen „Advent in Tirol“ haben sich bisher sieben Gemeinden zusammengeschlossen, um bei ihren Adventmärkten und -veranstaltungen zu alten Traditionen zurückzukehren und die Vorweihnachtszeit besinnlich werden zu lassen. „Qualität steht bei uns im Vordergrund“, sagt Karin Scholz, vom Tourismusverband Ferienland Kufstein. So wird etwa bei den kulinarischen Köstlichkeiten bei den Märkten von Tiroler Advent auf regionale Produkte und Bio gesetzt. Bläser und traditionelle Weihnachtsmusik statt Jingle Bells, Christkind statt Weihnachtsmann, Glas und Keramik statt Plastik. Traditionelles Kunsthandwerk statt Kitsch aus China, lautet das Motto. Damit will man nicht nur heimische Gäste anlocken sondern auch den Tourismus im November ankurbeln. Immerhin lässt ein Gast rund 14 Euro am Christkindlmarkt und im Ort gibt er weitere 35 Euro aus.

Kufstein: Auf der Festung gibt es an den Adventwochenenden einen Weihnachtsmarkt mit vielen Kunsthandwerk-Ständen und im Stadtpark gibt es ebenfalls einen Christkindlmarkt, der vor allem Familien und Kinder ansprechen soll.

Imst: Die Stadt hat einen eigenen Krippenpfad. Eine halbe Stunde lang kann man durch die Straßen und Gassen wandern und in den Fenstern von vielen Häusern beleuchtete Krippen bewundern.

Hall: In Hall gibt es einen Christkindlmarkt mit über 30 Ständen. Gleichzeitig wird der Obere Stadtplatz in einen riesigen Adventkalender verwandelt. Auf die Fassaden der Häuser werden die Kalendertage projeziert und auch die anderen Gassen der Altstadt werden weihnachtlich beleuchtet.

Innsbruck: Innsbruck hat gleich mehrere Christkindlmärkte. In der Altstadt, am Marktplatz, auf der Hungerburg und am Wiltener Platzl. Auch hier werden Tradition, Kunsthandwerk und kulinarische Köstlichkeiten groß geschrieben.

Lienz: Lienz gilt seit Jahren als traditionsreichster Christkindlmarkt mit festlich dekorierten Ständen, offenen Feuerstellen und einem eigenen Nachtwächter.

Rattenberg: Die mittelalterliche Stadt hat keinen Christkindlmarkt dafür verwandelt sich an den Adventsamstagen in eine Weihnachtswelt, in der künstliches Licht keinen Platz hat. Stattdessen gibt es Kerzenschein, Fackeln und offenes Feuer. Der ganze Ort wird zur Inszenierung. Mit einem echten Esel ziehen Maria und Josef auf Herbergsssuche durch die Stadt, es gibt Rattenberger Adventwein und andere kulinirische Köstlichkeiten.

Mayrhofen: Erstmals ist heuer auch Mayrhofen beim Tiroler Advent dabei. Auf dem Waldfestplatz steht der kleine, urige, Christkindlmarkt, bei dem Bläser für musikalische Umrahmung sorgen. Ein Themenpfad, der zum Christkindlmarkt führt, erzählt die Geschichte der Geschwister Strasser und dem berühmten Weihnachtslied „Stille Nacht“. (TT)