Osttirol

Schüsse aus Auto: „Paintballer“ nach Vandalentouren ausgeforscht

Mit einem Paintballmarkierer trieben es junge Vandalen in Osttirol bunt: Zahlreiche Häuserfassaden wurden mit oranger Farbe verschandelt. Motiv dürfte Langeweile gewesen sein.

Matrei in Osttirol - Mit oranger Paintballfarbe hatten vorerst unbekannte Vandalen an Wochenenden im Oktober mehrere Hausfassaden in Osttirol „verschönert“. Sie schossen dabei mit einem sogenannten Paintballmarkierer aus einem fahrenden Auto auf die Gebäude. Nun konnten fünf Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren als Täter ausgeforscht werden, wie die Polizei am Donnerstagnachmittag bekanntgab.

Bei der Vernehmung gaben die Jugendlichen zu, dass sie vermutlich aus Langeweile in den Nachtstunden mit dem Pkw ziellos herumfuhren und dabei abwechselnd bei geöffnetem Beifahrerfenster gezielte Schüsse abgaben.

Durch die Farbkugeln wurden jeweils eine Hausfassade in Virgen, St. Johann im Walde und Lienz sowie mindestens fünf Hausfassaden in Matrei verunstaltet. Ein 16-Jähriger schoss außerdem mit dem Paintballmarkierer auf einen 12-Jährigen, welcher gerade auf dem Heimweg war. Der Bub wurde im Gesäßbereich getroffen und leicht verletzt.

Es konnte auch ein 23-jähriger Osttiroler als Beitragstäter ausgeforscht werden, der den Jugendlichen den Paintballmarkierer zur Verfügung gestellt hatte. Der Paintballmarkierer und noch 500 Stück Munition wurden bei ihm sichergestellt und vorläufig beschlagnahmt.

Nach Abschluss der Erhebungen werden die Beschuldigten wegen Verdacht der Sachbeschädigung und Körperverletzung angezeigt. (TT.com)