Syrien: 21 Menschen bei Gewalt und Gefechten getötet
Trotz gegenteiliger Versicherungen von Staatschef Assad geht die Gewalt in Syrien weiter. Täglich sterben Dutzende Menschen.
Damaskus – Die Gewalt gegen die Protestbewegung in Syrien lässt nicht nach: Allein in der Protesthochburg Homs wurden am Donnerstag nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte elf Zivilisten von den Sicherheitskräften erschossen.
In der Umgebung der Stadt seien zudem die Leichen von fünf zuvor vermissten Menschen gefunden wurden. Außerdem hätten die Sicherheitskräfte in einem Krankenhaus der Stadt drei Verletzte festgenommen.
In der Region von Idleb im Nordwesten des Landes seien zudem vier Menschen bei Durchsuchungen getötet worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation weiter. In der gleichen Region wurden demnach zudem mindestens vier Soldaten beim Angriff mutmaßlicher Deserteure auf einen Militärkontrollpunkt getötet.
Bei einem ähnlichen Vorfall im Osten des Landes nahe Deir Essor seien zwei Soldaten erschossen und fünf weitere verletzt worden. Auch in Harasta bei Damaskus habe es Gefechte gegeben.
Nach Angaben der oppositionellen Generalkommission der Syrischen Revolution wurde in mehreren Städten des Landes ein Generalstreik abgehalten. Unterdessen wurde im Internet ein Aufruf zu weiteren Protesten am Freitag verbreitet.
Demnach sollen die Demonstranten den Ausschluss Syriens aus der Arabischen Liga fordern. Am Freitag will sich in Kairo das Ministerkomitee der Liga treffen. Es wirft Syriens Präsident Bashar al-Assad vor, gegen den Anfang November ausgehandelten Friedensplan zu verstoßen. (APA/AFP)