Rund 30 Verletzte bei Protesten für Schließung von Mine in Peru
Unter den Verletzten seien sowohl Polizisten als auch Protestierer, sagte ein Krankenhausarzt der rund 800 Kilometer von Lima entfernten Andenstadt Andahuayla.
Lima – Im Südosten Perus sind bei Ausschreitungen wegen der geforderten Stilllegung einer Mine rund 30 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten seien sowohl Polizisten als auch Protestierer, sagte ein Krankenhausarzt der rund 800 Kilometer von Lima entfernten Andenstadt Andahuayla am Donnerstag (Ortszeit).
Eine Regierungsdelegation um Landwirtschaftsminister Miguel Caillaux war in die Stadt gereist, um über die Schließung einer Mine zu verhandeln. Anrainer und Landwirte fordern die Einstellung des Bergbaus in der Region, um die Wasserverschmutzung zu beenden.
Nach Angaben eines Aktivisten konnte eine Vereinbarung erzielt werden, die Regierungsdelegation habe aber die Versammlung verlassen, bevor die Abmachung unterzeichnet worden sei. Darauf hätten die Landwirte mit Wut reagiert.
Sie hätten Steine geworfen, die Polizei habe mit Tränengas geantwortet. Der Polizeichef der Stadt sagte, an den Protesten hätten sich tausende Menschen beteiligt.
In den vergangenen Wochen ist es in verschiedenen Regionen Perus zu sozialen Unruhen gekommen, weil Menschen die Schließung von Minen fordern oder eine größere Beteiligung an den Erträgen des Bergbaus verlangen. (APA/AFP)