Schmied fordert „Aufschrei“ für Kulturbudget
Kulturministerin Schmied fordert in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Presse“ einen „allgemeinen gesellschaftlichen Aufschrei“, was das Kulturbudget betrifft. Angesichts aktueller Beispiele wie anstehender Einsparungen der Bundestheater oder der vom Theater in der Josefstadt angedrohten Kündigungen betont die Ministerin, dass sie „mittelfristig“ um eine „Valorisierung kämpfen“ wolle.
Die Ministerin erklärte, dass Kulturinstitutionen finanzielle Herausforderungen zwar eine Zeitlang u.a. durch Ausgliederungen kompensieren könnten, „aber mittelfristig, das ist klar, müssen wir um die Valorisierung kämpfen, wenn es nicht zulasten des künstlerischen Programms gehen soll“. Dabei geht es Schmied allerdings nicht um einzelne Häuser, hätten doch auch die Museen mit hohen Personalkosten zu kämpfen. „Ich kann nicht bei einzelnen Institutionen valorisieren, wenn ich nicht gleichzeitig eine Valorisierung des Kunst- und Kulturbudgets insgesamt durchsetzen kann.“ Die Problematik werde „im Parlament und in den Ausschüssen“ diskutiert, so Schmied.
Hinsichtlich der Bundestheater geht es laut Schmied nicht „um Einsparen im Sinne von Kürzen des Budgets“, sondern darum, zu erarbeiten, wie man unter den gegebenen Umständen „möglichst viele Mittel für Kunst und Kultur“ einsetzen könne. Diesbezüglich müsse man sich aber auch die Administrationen, die Kartenpreise und die Einnahmen ansehen.