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Olivier Dantine neuer evangelischer Superintendent für Salzburg-Tirol

Die Superintendentialversammlung hat am Samstag den 38-jährigen Pfarrer aus Großpetersdorf im Südburgenland in Salzburg mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit gleich im ersten Wahlgang gewählt.

Salzburg - Der künftige Superintendent der Evangelischen Diözese A.B. Salzburg-Tirol heißt Olivier Dantine. Die Superintendentialversammlung, in der alle Gemeinden der Diözese mit fast 70 geistlichen und weltlichen Delegierten vertreten sind, hat am Samstag den 38-jährigen Pfarrer aus Großpetersdorf im Südburgenland in Salzburg mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit gleich im ersten Wahlgang gewählt. Dantine erhielt 48 von 69 abgegebenen Stimmen. Auf den anderen Kandidaten, Pfarrer Wolfgang Rehner aus der steirischen Pfarrgemeinde Ramsau am Dachstein, entfielen 21 Stimmen, teilte der Evangelische Pressedienst für Österreich (epdÖ) mit.

Dantine zeigte sich vom Ausgang der Wahl „überwältigt“ und dankte „allen, die mich ermutigt haben, mich dieser Wahl zu stellen, danke, dass Sie mir das zutrauen“. „Ich möchte kein Solist sein“, sagte der Fagottspieler weiter und bat um gute Zusammenarbeit: „Gute Musik besteht aus einem guten Miteinander.“

Im Hearing hatte der 38-Jährige ein klares Bekenntnis zur Ökumene abgelegt: „Jede Konfession weist über sich hinaus auf Christus, schon allein deswegen ist Ökumene wichtig. Ökumene bedeutet, von einem selbstbewussten Standpunkt das Gespräch suchen, aber auch das Gemeinsame zu suchen um in gesellschaftlichen Anliegen gemeinsam gehört zu werden.“ Die Kirche müsse aber auch einen Gegenpol zur Islamfeindlichkeit bilden.

Olivier Dantine stammt aus Wien, er studierte evangelische Fachtheologie in Wien, Berlin und Jerusalem. Von 1999 bis 2001 war er Lehrvikar in Großpetersdorf, 2001 bis 2002 Pfarramtskandidat in Bruck an der Mur, seit 2002 Pfarrer in Großpetersdorf. Der 2006 in die Synode gewählte Theologe engagiert sich besonders im christlich-jüdischen Dialog sowie in den Bereichen Religionsunterricht, ökumenische Ehevorbereitung, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung.

Zu den Aufgaben des neuen Superintendenten gehört die geistliche Leitung der Diözese. Er hat die Aufsicht über die kirchlichen Ordnungen und über die schriftgemäße Verkündigung. Zu seinen bischöflichen Rechten gehören Ordination und Visitation. Seine Stellung entspricht der des Diözesanbischofs in der römisch-katholischen Kirche. Die Wahl war notwendig, da die bisherige Superintendentin Luise Müller mit 31. August 2012 in den Ruhestand wechselt. Der neue Superintendent wird sein Amt mit 1. September 2012 antreten. (APA)