Das Reformprogramm Italiens
Nach dem Senat hat auch das italienische Abgeordnetenhaus das von den Finanzmärkten sehnsüchtig erwartete neue Spar- und Reformpaket verabschiedet.
Rom - Hier ein Überblick über das Sparpaket, dessen Umsetzung als entscheidend für die Schuldentragfähigkeit des klammen Mittelmeerlandes gilt. Zudem soll das Wachstum angekurbelt werden.
ERHÖHUNG DES RENTENALTERS
Für das Gros der Bevölkerung soll das Renteneintrittsalter bis 2026 auf 67 Jahre von derzeit 65 Jahren steigen.
PRIVATISIERUNGEN
In Städten und Gemeinden soll die Privatisierung kommunaler Tochterunternehmen forciert werden.
IMMOBILIEN
Mit dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden im Staatsbesitz soll Geld in Italiens klamme Kasse gespült werden.
ABBAU DER JUGENDARBEITSLOSIGKEIT
Firmen, die Lehrstellen-Verträge abschließen, erhalten Steuer-Gutschriften.
STEUER-ANREIZE ZUM BAU VON SCHNELLSTRASSEN
Um den Ausbau des Schnellstraßennetzes zu beschleunigen, sollen Firmen bei Bauprojekten Steuern teilweise oder komplett erstattet werden.
REFORM ARBEITSMARKT
Öffentlichen Arbeitgebern soll es erleichtert werden, Beschäftigte auf andere Stellen zu versetzen. Nicht aufgegriffen wurden jedoch die von den Gewerkschaften heftig kritisierten Pläne zur Lockerung des Kündigungsschutzes. Neue Regeln hätten es Unternehmen erleichtern sollen, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Arbeiter mit unbefristeten Verträgen zu kündigen.
KRAFTSTOFFSTEUER
Autofahrer sollen ab 2012 an der Zapfsäule etwas höhere Preise zahlen. (APA/Reuters)