Weltpolitik

Merkel und Sarkozy drängen Athen zu Umsetzung der Verpflichtungen

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Nicolas Sarkozy haben die neue griechische Übergangsregierung zur „vollständigen“ Umsetzung „aller“ von Athen eingegangenen Verpflichtungen aufgefordert.

Paris - Die Auszahlung der nächsten Kredittranche an Griechenland könne nur erfolgen, wenn Athen einen „entscheidenden Schritt in diese Richtung“ gegangen sei, hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung des Elysée-Palasts. Darin wurde darauf hingewiesen, dass die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Nicolas Sarkozy am Nachmittag mit dem neuen griechischen Regierungschef Lucas Papademos gesprochen hätten.

Anschließend sprachen demnach Merkel und Sarkozy miteinander über die Lage in der Eurozone und über Initiativen zur schnelleren Umsetzung der vom Eurogipfel am 27. Oktober beschlossenen Maßnahmen. Diese sehen unter anderem einen massiven Schuldenschnitt und neue Kredite in Milliardenhöhe für das hoch verschuldete Land vor. Der alte und neue griechische Finanzminister Evangelos Venizelos hatte am Freitagabend die Hoffnung auf eine baldige Freigabe der nächsten Tranche der internationalen Hilfe geäußert. Es müsse alles unternommen werden, damit die Eurogruppe am 17. Dezember die Tranche in Höhe von acht Milliarden Euro freigeben könne, erklärte er. (APA/AFP)