Gesellschaft

Bahrains Regierung meldet Zerschlagung von „Terrorzelle“

Im Golfstaat Katar ist nach Angaben aus dem Nachbarland Bahrain eine Terrorzelle zerschlagen worden, die Anschläge in der bahrainischen Hauptstadt Manama plante.

Manama - Das Regime von Bahrain hat die Zerschlagung einer „Terrorzelle“ in Katar gemeldet, die Anschläge in der bahrainischen Hauptstadt Manama geplant haben soll. Vier Verdächtige seien festgenommen worden, teilte das Innenministerium von Bahrain am Samstagabend mit. Bei den vier bahrainischen Staatsangehörigen, die Verbindungen zum Iran gehabt hätten, sei ein Laptop mit sensiblen Sicherheitsinformationen über Gebäude wie das Innenministerium und die saudiarabische Botschaft sichergestellt worden. Die Verdächtigen seien an Bahrain überstellt worden.

Bahrain war im Frühjahr Schauplatz schwerer Unruhen gewesen, nachdem die schiitische Bevölkerungsmehrheit des Golfstaates gegen die sunnitische Königsdiktatur aufbegehrte. Die Schiiten stellen in dem Königreich annähernd 70 Prozent der Bevölkerung. Das Herrscherhaus hat dem Iran vorgeworfen, er versuche, die Schiiten gegen die Dynastie aufzuwiegeln. König Hamad Bin Issa al-Khalifa verhängte den Ausnahmezustand und holte sich zur Unterstützung Soldaten und Polizisten aus Saudi-Arabien und anderen konservativen Monarchien des Golf-Kooperationsrates (GCC) ins Land. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hatte die weitere „Intensivierung der Repression“ in Bahrain angeprangert. Der Inselstaat gilt als strategisch wichtiger Partner der USA. Manama ist der Hafen der 5. US-Flotte, die vor allem im Persischen Golf und im Indischen Ozean eingesetzt wird. (APA/AFP)