Weltpolitik

Auslandssyrer forderten in Wien Unterstützung

Bei einem Treffen von syrischen Oppositionellen in Wien ist am Samstag erneut der Sturz des Regimes in Damaskus gefordert worden. Die Union der Auslandssyrer (Union of Syrians Abroad) appellierte in ihrer Abschlusserklärung an die „Regenten und Amtsträger in der arabischen Welt, sich auf die Seite des syrischen Volkes zu stellen“.

Die Teilnehmer bekundeten ihre Unterstützung für den oppositionellen Nationalrat und bezeichnen ihn als „einzigen legitimen Vertreter des syrischen Volkes“. Die Konferenzteilnehmer legten ein Arbeitskonzept zur Koordination der syrischen Opposition im Ausland vor. Nach wie vor stünden die Teilnehmer hinter der „syrischen Revolution“, heißt es. „Eine Forderung von uns hat sich heute im Laufe des Tages durch die Suspendierung Syriens aus der Arabischen Liga von selbst aufgelöst“, erklärte der Unions-Sprecher Alkhatib gegenüber der APA.

Die Gruppe wolle zur „politischen und humanitären Unterstützung der Revolution“ in Syrien beitragen, sagte Alkhatib. Künftig sollen die Bereiche „humanitäre Hilfe, Pressearbeit, politische Haltung der Union und zivilgesellschaftliche Arbeit“ von Arbeitsgruppen koordiniert werden. Diese werden jeweils aus mindestens einem Vertreter jedes Landes, das bei der Konferenz anwesend war, bestehen. Die Abschlusserklärung werde auf der Homepage der Union veröffentlicht.

An der Konferenz im Hotel Marriott in der Wiener Innenstadt nahmen rund 80 Vertreter aus 27 Staaten teil. Unter ihnen befanden sich auch Mitglieder des Nationalrates der Opposition, der sich Monate zuvor in der Türkei gebildet hatte. Am stärksten waren Österreich, Deutschland und Rumänien mit jeweils über fünf Teilnehmern vertreten.