Janko über Sturmpartner Arnautovic: „Ein spezieller Spieler“

Das Verständnis zwischen dem Twente-Legionär und dem Bremen-Stürmer sei so „gut wie eh und je“.

Wien - Seit dem Abgang von Dietmar Constantini ist Marc Janko in der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft wieder eine fixe Größe. Wie schon zuvor unter Interimscoach Willi Ruttensteiner ist der Twente-Legionär auch bei Neo-Teamchef Marcel Koller im Testspiel am Dienstag (20.00 Uhr MEZ/live ORF eins) in Lwiw (Lemberg) gegen die Ukraine gesetzt und dürfte gemeinsam mit Marko Arnautovic den Angriff bilden.

Das Verständnis mit dem Offensivspieler von Werder Bremen sei „gut wie eh und je“, meinte Janko. „Arnautovic ist in jeder Hinsicht ein spezieller Spieler. Es ist eine Ehre, mit ihm zusammenzuspielen“, erklärte der 23-fache Internationale (9 Tore), der wieder als Kapitän agieren wird. Ob Janko auch im kommenden Jahr die Schleife tragen wird, ist noch offen. „Das wird beim nächsten Lehrgang entschieden. Ich brauche dieses Amt auf jeden Fall nicht für mein Ego.“

Selbst wenn Koller nicht mehr auf Janko als Spielführer bauen sollte, würde dies wohl nichts an der hohen Meinung des Ex-Salzburgers über den neuen Teamchef ändern. „Es macht Spaß mit ihm zu arbeiten, weil er klare Strukturen vermittelt. Es ist immer positiv, wenn jeder genau weiß, was zu tun ist“, sagte der Stürmer.

Diese neue Professionalität macht Janko für das Ukraine-Match zuversichtlich. „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, das Trainerteam hat gute Arbeit geleistet, und dementsprechend groß ist die Vorfreude auf das Spiel.“

So wie Janko zog auch Emanuel Pogatetz nach den ersten Tagen mit Koller ein äußerst positives Resümee, obwohl die Trainingsbelastung zuletzt sehr hoch war. „Wir haben hart trainiert, deswegen war ich froh, dass wir am Samstagnachmittag freigehabt haben. Die schweren Einheiten waren aber notwendig, damit die Trainer ihr Konzept vermitteln können.“

Im Herbst 2006 hatte der Hannover-Verteidiger mit seiner harten Kritik an der Unprofessionalität des ÖFB für Aufsehen gesorgt - spätestens seit dem Amtsantritt von Koller und der Neu-Aufstellung des Betreuerstabs gibt es für den Steirer aber praktisch keinen Grund zur Klage mehr. „Einige Dinge, die ich damals angesprochen habe, sind nach fünf Jahren erledigt. Das ist schön zu sehen. Jetzt gibt es sogar bei den Trikots keine Einheitsgröße mehr, sondern man kann seine Größe selbst wählen. Das ist toll.“

Die verbesserten Rahmenbedingungen ändern laut Pogatetz jedoch nichts daran, dass die Ukrainer am Dienstag als klarer Favorit in die Partie gehen. „Wir haben uns zu Recht nicht für die EM qualifiziert, deshalb reisen wir als Außenseiter in die Ukraine“, betonte der von einer Rippenprellung noch leicht gehandicapte 46-fache Teamspieler (2 Tore), der es in Lwiw so wie vor einigen Jahren in der Premier League mit Andrij Schewtschenko zu tun bekommen könnte. „Er ist zwar älter geworden, hat aber immer noch seine Qualitäten“, sagte Pogatetz über den 35-jährigen ukrainischen Goalgetter.

Der Verteidiger und seine Kollegen wurden am Sonntagnachmittag via TV-Studium auf den Gegner eingestimmt. Bis zum Spiel wird das Trainerteam laut Assistenz-Coach Fritz Schmid noch mehrere Einzelgespräche mit den Kickern führen, um sie einmal mehr mit ihren Ideen vertraut zu machen. „Es wird noch nicht alles so klappen wie gewünscht. Aber es wird die Bereitschaft des Teams zu erkennen sein, das Konzept auf den Platz zu bringen“, versprach der Schweizer. (APA)