Clinton zu historischem Besuch in Burma

US-Außenministerin Clinton hat mit einem historischen in Burma Gespräche mit der neuen Führung des jahrzehntelang isolierten Landes aufgenommen. Am Donnerstag traf sie in der Hauptstadt Naypyidaw zunächst mit Präsident Thein Sein zusammen, später wollte sie auch Oppositionsführerin Suu Kyi treffen. Clinton lobte die jüngsten Reformbemühungen der neuen Führung.

Sie sei gekommen, um abzuwägen, ob ein neues Kapitel der gemeinsamen Geschichte beider Länder aufgeschlagen werden solle, sagte Clinton nach dem Treffen mit Thein Sein. Die Vereinigten Staaten seien bereit, den Weg der Reform mit der burmesischen Führung zu beschreiten, wenn diese sich weiter in die richtige Richtung bewege, sagte Clinton. „Die bereits ergriffenen Maßnahmen sind beispiellos und willkommen, doch nur der Anfang“, erklärte sie.

Der seit März amtierende Staatschef nannte Clintons Besuch einen historischen Meilenstein, der die Beziehungen und Zusammenarbeit beider Länder vertiefen werde. Zuletzt hatte vor 56 Jahren ein US-Außenminister Burma besucht.

Bis vor kurzem war das südostasiatische Land wegen seiner brutalen Militärjunta noch international geächtet. Das Land hat nach fast fünf Jahrzehnten Militärdiktatur erst seit März wieder eine zivile Regierung. Das Kabinett besteht zwar aus zahlreichen Ex-Generälen und das Militär kontrolliert weiterhin die Macht, doch hat sich das Land in den vergangenen Wochen merklich geöffnet. Unter anderem ließ Präsident Sein mehr als 300 politische Gefangene frei und begann einen Dialog mit Suu Kyi.

Eine Aufhebung von US-Sanktionen gegen das jahrzehntelang isolierte Land dürfte vorerst aber nicht auf der Tagesordnung stehen. Genau das hat aber China zeitgleich mit dem Besuch Clintons gefordert: „Die betreffenden Staaten sollten die Sanktionen aufheben und Burmas Stabilität fördern“, erklärte Außenamtssprecher Hong Lei am Donnerstag in Peking. China ist der nahezu einzige Verbündete Burmas, seit das Land ab Beginn der 1960er Jahre von wechselnden Militärjuntas regiert wurde.


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