Weltcup-Premiere für „Penalty Race“ in Lillehammer

Die FIS startet mit einem Strafrunden-Bewerb einen neuerlichen Reformversuch.

Lillehammer – In der Nordischen Kombination kommt es am Samstag in Lillehammer zur erstmaligen Austragung des neuen Weltcup-Bewerbs „Penalty Race“. Die Eckdaten sind mit einem Sprung von der Normalschanze und dem 10-Kilometer-Langlauf wie gehabt, der Rückstand nach dem Springen wird hierbei jedoch auf der Basis von Aufsprungzonen in Strafrunden zu 150 Meter umgerechnet. Diese können mit Ausnahme der Start- und Schlussrunde zu einem beliebigen Zeitpunkt im fünf Schleifen umfassenden Langlauf-Abschnitt (12.30 Uhr/live ORF eins) „eingelöst“ werden.

Hurricane-Bewerb scheiterte

Das soll aufgrund der taktischen Möglichkeiten für mehr Spannung sorgen. In dieser Saison sind drei Rennen im Penalty-Format geplant. Bei einem Testlauf im Sommer Grand Prix wurde von Beobachtern allerdings die entstandene Unübersichtlichkeit bemängelt. Der Internationale Ski-Verband (FIS) setzte daraufhin einige Änderungsvorschläge um, die auch vom Österreichischen Verband eingebracht worden waren. Vor vier Jahren war die FIS an der versuchten Innovation mit dem nach einer Saison wieder abgeschafften Hurricane-Bewerb gescheitert.

Zusätzlich zum Novum geht am Olympiaschauplatz von 1994 am Sonntag auch noch eine Großschanzen-Konkurrenz in Szene. Zum Saisonauftakt in der Vorwoche in Kuusamo waren die Österreicher ohne Podestplatz geblieben, Mario Stecher sorgte mit den Rängen vier und sieben für die besten Resultate. (APA)


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