Französischer Innenminister äußert sich zu Affären um Strauss-Kahn

Der Ex-IWF-Chef soll in einem für Prostitution bekannten Park in Paris von der Polizei kontrolliert worden sein. Nun äußerte sich der französische Innenminister dazu.

Paris - Der französische Innenminister Claude Gueant hat sich öffentlich zu einem pikanten Gerücht über den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn geäußert, wonach dieser vor Jahren in eine Kontrolle in einem Pariser Stadtwald geraten sein soll, der als Hochburg der Prostitution gilt. „Ja, ich habe von dieser Geschichte gehört, dass Strauss-Kahn im Bois de Boulogne vom Überwachungspersonal kontrolliert wurde“, sagte Gueant der Zeitung „Journal du Dimanche“. Strauss-Kahn sei dabei weder in einen „Hinterhalt der Polizei“ geraten noch von Beamten verfolgt worden.

Den seit Monaten kursierenden Gerüchten zufolge soll der frühere Hoffnungsträger der französischen Sozialisten für die Präsidentenwahl im kommenden Jahr, der über Vergewaltigungsvorwürfe gestürzt ist, 2006 in dem einschlägig bekannten Park angetroffen worden sein. Einer seiner Anwälte erklärte, es habe sich dabei um eine Routinekontrolle gehandelt, weil Strauss-Kahn damals nahe des Waldes gewohnt habe.

Gueant wies in dem Interview mit der am Sonntag erschienenen Zeitung zudem erneut die neu aufgeflammten Gerüchte über eine politische Verschwörung gegen Strauss-Kahn zurück. Derlei Theorien seien „Quatsch“ und „Hirngespinste“.

Strauss-Kahn war im Sommer in New York wegen des Vorwurfs der versuchten Vergewaltigung festgenommen worden und musste danach als IWF-Chef zurücktreten. Die Ermittlungen wurden später eingestellt. Seither folgten aber Berichte über weitere Sex-Affären, die sämtliche Hoffnungen Strauss-Kahns auf ein politisches Comeback zerschlugen. (APA/AFP)


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