Frankreichs UN-Botschafter kritisiert Sicherheitsrat in Syrien-Frage

Das Schweigen des Gremiums sei für die Gewalt „moralisch verantwortlich“, so Botschafter Gerard Araud am Montag.

New York - Der französische UN-Botschafter Gerard Araud hat den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen für die anhaltende Gewalt in Syrien „moralisch verantwortlich“ gemacht. Es sei „skandalös“, dass das UN-Gremium aufgrund des Widerstands einiger Mitglieder nicht dazu in der Lage sei, mit einer Resolution Druck auf die syrischen Behörden auszuüben, sagte Araud am Montag (Ortszeit) nach einer Unterrichtung durch die UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay zur Lage in Syrien. Ihre Schilderungen seien das „Schlimmste“ gewesen, was er in den vergangenen zwei Jahren gehört habe, ergänzte Araud.

Seit Mitte März gibt es in Syrien heftige Proteste gegen die autoritäre Herrschaft von Präsident Bashar al-Assad. Nach neuen Schätzungen der UNO kamen dabei bereits mehr als 5.000 Menschen ums Leben. Eine UN-Resolution zur Verurteilung Syriens war Anfang Oktober im Sicherheitsrat am Veto von Russland und China gescheitert. Neben den beiden Veto-Mächten äußerten auch die nicht-ständigen Mitglieder Brasilien, Indien und Südafrika wiederholt Bedenken. (APA/AFP)


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