EFSF leiht sich 2 Milliarden Euro von Investoren

Der europäische Rettungsfonds EFSF hat problemlos 1,97 Milliarden Euro bei Investoren eingesammelt. Die Zinsen für die Anleihe mit dreimonatiger Laufzeit lagen im Schnitt bei 0,2222 Prozent, teilte der Fonds am Dienstag mit. Die Nachfrage war groß: Die Anleger boten insgesamt knapp 6,3 Milliarden Euro, womit die Auktion 3,2-fach überzeichnet war.

Die gelungene Versteigerung wurde am Markt mit Erleichterung aufgenommen. Der Kurs des Euro stieg auf ein Tageshoch. „Das ist ein gelungenes Debüt“, sagte UniCredit-Analyst Kornelius Purps zu der ersten Auktion kurzlaufender EFSF-Anleihen. „Wir haben eine gesunde Nachfrage gesehen. Grund dafür ist ein messbarer Renditeaufschlag gemessen an vergleichbaren Bundespapieren.“

Der EFSF plant noch in diesem Jahr zwei weitere Versteigerungen von Papieren mit kurzer Laufzeit. „Dieses Programm wird die langfristigen Anleihen-Geschäfte nicht ersetzen, sondern für mehr Flexibilität sorgen“, hatte EFSF-Chef Klaus Regling die Auktion begründet, die über die deutsche Finanzagentur gelaufen ist.

Der EFSF wurde im Mai 2010 aus der Taufe gehoben. Er soll Euro-Länder mit Krediten versorgen, die vom Kapitalmarkt abgeschnitten sind oder nur zu horrenden Konditionen Geld bekommen. Der 440 Milliarden Euro große Fonds benötigt zehn Milliarden in bar, um im Notfall rasch reagieren zu können. Die Risikoaufschläge für italienische und spanische Staatsanleihen waren zuletzt wieder gestiegen.

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