Karas könnte Vizepräsident von EU-Parlament werden

Der ÖVP-Delegationsleiter im Europaparlament, Othmar Karas, hat gute Chancen, in das ranghöchste Amt aufzusteigen, das ein Österreicher bisher in der EU-Institution eingenommen hat. Karas wurde am Dienstagabend in Straßburg von seiner Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) für das Amt eines Vizepräsidenten des EU-Parlaments nominiert, wie ein Sprecher der Delegation mitteilte.

Die Wahl des nächsten EU-Parlamentspräsidenten und seiner 14 Vizepräsidenten durch die 754 EU-Parlamentarier findet Mitte Jänner statt. Bisher gab es noch nie einen Österreicher im Präsidium des EU-Parlaments oder einer anderen EU-Institution.

Nach einem Deal zwischen den beiden größten Fraktionen - EVP und Sozialdemokraten - soll der deutsche SPD-Europaabgeordnete Martin Schulz den Konservativen Jerzy Buzek aus Polen im Amt des EU-Parlamentspräsidenten ablösen.

Der SPÖ-Europaabgeordnete Hannes Swoboda gilt als chancenreicher Anwärter für die Nachfolge von Schulz als Fraktionschef der Sozialdemokraten. Karas ist - ebenso wie Swoboda in seiner Gruppierung - derzeit Vize-Fraktionschef. Im Zuge seiner Kandidatur als Vizepräsident des Europaparlaments will sich Karas aber nicht weiter um den Posten des Fraktionsvize bewerben.


Kommentieren


Schlagworte