Rechtsterror-Morde in Florenz: Finnische Polizei ermittelt

Die finnische Sicherheitspolizei Supo ermittelt im Zusammenhang mit den Anschlägen auf afrikanische Straßenhändler in Florenz, bei dem am Di...

Die finnische Sicherheitspolizei Supo ermittelt im Zusammenhang mit den Anschlägen auf afrikanische Straßenhändler in Florenz, bei dem am Dienstag von einem Rechtsextremisten in Florenz zwei Senegalesen getötet und drei weitere Menschen wurden. Es wird vermutet, dass der 50-jährige Attentäter, der nach seiner Tat Selbstmord beging, Kontakte zu einer einschlägigen finnischen Neonazigruppierung hatte.

Die rassistische, antisemitische und antidemokratische „Suomen Vastarintaliike“ (Finnische Widerstandsbewegung) unterhält Kontakte zu gleich- und ähnlich gesinnten Gruppen in Schweden und Norwegen, aber auch in anderen Ländern. Dazu gehört die italienische Rechtsextremisten-Gruppe Casa Pound, deren Mitglied oder zumindest Unterstützer der Attentäter von Florenz war.

Die „Suomen Vastarintaliike“ wies eine mögliche Verbindung des Attentäters zu ihr zurück und beschrieb den Täter von Florenz in ähnlicher Weise wie ihre italienischen Gesinnungsgenossen als „seltsamen Einzelgänger“. Die Vastarintaliike tauchte im Herbst in den finnischen Schlagzeilen auf, als Ulla Pyysalo, die Assistentin des Vize-Vorsitzenden der rechtspopulistischen Wahren Finnen, Juha Eerola, von Hackern als Antragstellerin für eine Mitgliedschaft in den geschlossenen Kreis der Neonazigruppe entlarvt wurde. Pyysalo reichte daraufhin ihren Rücktritt mit Jahresende ein. (APA)

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