Kameras von AP und Reuters vor Mandelas Haus beschlagnahmt

AP und Reuters wollten den gesundheitlich angeschlagenen Ex-Präsidenten nicht aus den Augen lassen und stellten Überwachungskameras auf.

Spitzmarke – Die südafrikanische Polizei hat in der Nähe des Hauses von Ex-Präsident Nelson Mandela zwei Überwachungskameras beschlagnahmt. Gegen zwei Medienunternehmen seien Ermittlungen eingeleitet worden, sagte Polizeisprecher Vish Naidoo am Donnerstag. Die Nachrichtenagenturen Reuters und AP teilten mit, dass sie bei Bewohnern von Mandelas Heimatdorf Qunu Kameras aufgestellt hatten.

Der 93-jährige Ex-Präsident und Friedensnobelpreisträger ist gesundheitlich angeschlagen; er hatte sich im Juli nach Qunu zurückgezogen. Für den Fall seines Todes wird eine weltweite Berichterstattung erwartet.

Die Kameras seien „nicht eingeschaltet“ gewesen, sagte AP-Sprecher Paul Colford. AP und andere Medien hätten die „üblichen Vorkehrungen“ für die Berichterstattung über Persönlichkeiten von Weltrang getroffen.

Der Polizeisprecher sagte, niemand dürfe Orte von „nationalem strategischem“ Interesse filmen. Dazu zählten sämtliche Wohnsitze von Präsidenten.

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1994 ging Mandela als Sieger aus den ersten freien Wahlen zum Staatsoberhaupt Südafrikas hervor. Inzwischen hat er sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. (APA/AFP)


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