Palästinensergebiete: Israel will weitere 1000 Wohnungen bauen

Nicht genehmigte Siedlungsaußenposten werden aber nicht legalisiert.

Eine jüdische Siedlung im Westjordanland.
© EPA/OLIVER WEIKEN

Jerusalem – Israel will gut tausend weitere Wohnungen im Westjordanland und Ost-Jerusalem bauen. Das Wohnungsbauministerium veröffentlichte am Sonntag Ausschreibungen für den Bau von 1028 Wohneinheiten. 500 der Wohnungen sollen in Har Homa im Süden Jerusalems entstehen, 348 in der Siedlung Beitar Ilit und 180 in Givat Zeew zwischen Jerusalem und Ramallah. Ähnliche Baupläne Israels haben in der Vergangenheit Zorn bei den Palästinensern und internationale Kritik ausgelöst.

Ein israelischer Minister-Ausschuss lehnte unterdessen einen Gesetzentwurf ab, der nicht genehmigte Siedlungsaußenposten auf palästinensischem Gebiet im Nachhinein legalisiert hätte. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte sich gegen den Vorschlag ausgesprochen. Israel unterscheidet zwischen nicht genehmigten und legalen Siedlungen, während aus internationaler Sicht alle Siedlungen auf den 1967 eroberten Gebieten illegal sind. (APA/dpa)


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