Streik gegen Montis Einsparungen in Italien

In Italien hat am Montag ein achtstündiger Streik der Staatsbeamten gegen das milliardenschwere Sparprogramm der Regierung von Ministerpräsident Monti begonnen.

Rom - Zum Streik haben die drei größten Gewerkschaftsorganisationen des Landes aufgerufen. Postfilialen, öffentliche Ämter und Universitäten bleiben geschlossen. Die Lehrer streiken eine Stunde lang, die Ärzte schlossen sich dem Arbeitsausstand an.

Demonstrationen sind in allen größeren Städten vorgesehen, um die Regierung „zu größerer sozialer Fairness“ bei der Aufteilung der Einsparungen aufzurufen. Schon vor einer Woche war es zu einem dreistündigen Streik in der Privatwirtschaft gegen das Sparprogramm gekommen. Am Freitag hatten Eisenbahner und Bedienstete im öffentlichen Verkehr gestreikt.

Das Sparprogramm Montis, das am Freitag von der Abgeordnetenkammer verabschiedet worden war, wird seit Montag vom Senat überprüft. Die Endabstimmung ist für Freitag vorgesehen. Auch diese Abstimmung dürfte Monti, der selbst Senator auf Lebenszeit ist, mit der Vertrauensfrage verknüpfen. Zugleich arbeitet der Regierungschef an einem Plan zu zusätzlichen Kürzungen bei den Ausgaben in der öffentlichen Verwaltung in Höhe von zehn Milliarden Euro. Damit soll eine Arbeitsmarktreform finanziert werden, die mehr Flexibilität garantieren und zur Ankurbelung der Beschäftigung beitragen soll.

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