Erste nordamerikanische Indianerin wird heiliggesprochen

Kateri Tekakwitha lebte im 17. Jahrhundert - „Lilie der Mohawks“ 1980 seliggesprochen.

Ottawa/Vatikan - Erstmals wird eine nordamerikanische Indianerin von der katholischen Kirche heiliggesprochen: Die künftige Heilige, Kateri Tekakwitha, die „Lilie der Mohawks“, war bereits 1980 die erste Indianerin, die seliggesprochen wurde. Papst Benedikt XVI. unterzeichnete laut Kathpress am gestrigen Montag das Dekret, in dem ein für die Heiligsprechung notwendiges Wunder auf Fürsprache Kateri Tekakwithas bestätigt wurde. Das Dekret wurde von der vatikanischen Heiligsprechungs-Kongregation veröffentlicht.

Kateri Tekakwitha wurde 1656 im heutigen US-Staat New York geboren. Sie war die Tochter des Mohawk-Häuptlings Kenneronkwa und der katholischen Algonquin-Squaw Tagaskouita. Mehrfach lehnte sie als junges Mädchen eine Heirat ab, was für eine Indianerin ungewöhnlich war. Zwanzigjährig wurde sie 1676 von einem Jesuitenpater getauft. In einer Jesuiten-Pfarre in der Nähe von Montreal - Kahnawake - legte sie 1679 ein Keuschheitsgelübde ab und widmete den Rest ihres kurzen Lebens Alten, Kranken und Kindern. Die „Lilie der Mohawks“ starb am 17. April 1680.

Kahnawake ist heute ein Reservat, in dem 7300 Mohawk-Indianer leben. Hier steht auch die Kirche mit dem Schrein, der die sterbliche Hülle Kateris birgt. Katholische Indianer kämpften viele Jahre lang um ihre Heiligsprechung. (APA)


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