Westbahn drohte Facebook-User mit Klage

Die Westbahn GmbH ist am Dienstag im Internet versehentlich aufs falsche Gleis geraten. Zunächst setzte das Unternehmen auf seiner Facebook-Seite ein Kopfgeld auf einen Graffitisprayer aus, der einen Waggon besprüht hatte, dann griff Westbahn-Chef Wehinger selbst in die Tasten und drohte einem User wegen eines Kommentars mit Klage. Die Internetcommunity reagierte in zahllosen Einträgen mit Hohn.

Das Unternehmen nahm die Panne kleinmütig zur Kenntnis. Man habe möglicherweise zu harsch formuliert „und die Community hat es uns sofort zurückgezahlt“, räumte Sprecher Manfred Mader ein. Grundsätzlich ist man in dem Unternehmen mit den Möglichkeiten von Facebook und Twitter hochzufrieden, betonte Mader. Schließlich habe man W-LAN im Zug und die Kunden könnten ihre Kritik und Bedürfnisse daher auch unmittelbar äußern. „Das ist für uns auch ein wichtiges Feedback-Mittel.“

Dass man „möglicherweise zu drastisch“ formuliert habe, könne sein, sagte er. Allerdings habe der betreffende User geschrieben, die Westbahn-Lokführer würden regelmäßig Warnsignale überfahren, was lebensgefährlich sei. Einen solchen Vorwurf könne man als junges Unternehmen nicht stehen lassen. Der User habe den Vorwurf schließlich selbst gelöscht.

Bei der Westbahn seien drei Mitarbeiter mit Web 2.0 beschäftigt. Dass Wehinger selbst poste, komme vor, sagte Mader. Allerdings tue der Westbahnchef dies unter seinem eigenen Namen.

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