Sparpaket - Jeder Österreicher könnte auf 66 Euro verzichten

Umfrage: 77 Prozent mit Lebensstandard zufrieden - Für 48 Prozent wäre ein Verzicht möglich.

(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

Linz - Dieses Umfrageergebnis ist geradezu eine Einladung zu einem Belastungspaket: Fast jeder zweite Österreicher - konkret 48 Prozent - könnte sich vorstellen, mit weniger Geld auszukommen, wenn die Zeiten wirtschaftlich ganz schlecht werden. Hochgerechnet könnte jeder 66 Euro im Monat einsparen. 77 Prozent waren bei einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Linzer IMAS-Institutes mit ihrem derzeitigen Lebensstandard zumindest einigermaßen zufrieden, 20 Prozent weniger oder gar nicht.

41 Prozent der Befragten gaben an, dass es kaum möglich wäre, ihren Lebensunterhalt mit weniger Geld zu bestreiten, elf Prozent machten keine Angabe. Weitaus am meisten über die eigene finanzielle Situation klagen einfache, ungelernte Arbeiter, aber auch die Wiener.

Die 48 Prozent, die sich einen Verzicht vorstellen können, bezifferten diesen mit durchschnittlich 150 Euro im Monat. Das ergäbe hochgerechnet 66 Euro pro Kopf der österreichischen Bevölkerung, errechnete IMAS. Demnach wäre ein monatliches Sparvolumen von 455 Millionen Euro, somit 5,46 Milliarden im Jahr, möglich, so das Institut.

Unter den 48 Prozent der Verzichtswilligen haben die Anhänger der Grünen, Selbstständige und Höhergebildete das größte Potenzial. Sie könnten jeweils über 200 Euro im Monat einsparen. Am wenigsten Spielraum unter den Verzichtswilligen haben einfache, ungelernte Arbeiter, sie könnten sich maximal vorstellen mit monatlich 79 Euro weniger auszukommen.

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Für eine gute Zukunft Österreichs unverzichtbar ist für 57 Prozent der Befragten, die Staatsverschuldung abzubauen. Vier Prozent schenkten dem Schuldenabbau kaum Beachtung. Die sozialen Ansprüche herunterzuschrauben und bescheidener zu leben ist für 20 Prozent ganz besonders wichtig. 20 Prozent sahen dies als zweitrangig.

Für den Report wurden 1.004 Personen, statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren in persönlichen Interviews befragt. (APA)


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