Weiße Pracht beschert Tirol Straßensperren und mehrere Unfälle

Der Zirler Berg war am Donnerstagabend wegen hängen gebliebener Fahrzeuge unpassierbar. Auf den Tiroler Straßen verunfallten mehrere Pkw-Lenker.

© ZOOM.TIROL

Innsbruck - Der Schneefall hat in Teilen Tirols am Donnerstagabend für Verkehrsbehinderungen gesorgt und Straßensperren notwendig gemacht. Laut Polizei war unter anderem der Zirler Berg westlich von Innsbruck wegen hängen gebliebener Fahrzeuge unpassierbar.

Laut Homepage des ÖAMTC Tirol sind derzeit aufgrund von Unfällen, schneebedeckter Straßen, umgestürzter Bäume und Lawinengefahr folgende Straßen gesperrt:

- Arlberg Straße (B197) zwischen Arlbergpass und der Landesgrenze, Langen am Arlberg und St. Anton sowie zwischen Stuben und St. Christoph in beiden Richtungen wegen Lawinengefahr,

- Lechtal Straße (B198) bei der Kreuzung Alpe Rauz in beiden Richtungen ebenfalls wegen Lawinengefahr,

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- Stanzertal Landesstraße (L68) zwischen Pettneu und Schnann in beiden Richtungen wegen Lawinengefahr

- Unterinntal Landesstraße (L215) zwischen Stans und Jenbach in beiden Richtungen wegen umgestürzter Bäume,

- Plansee Landesstraße (L255) zwischen Breitenwang und der Staatsgrenze in beiden Richtungen wegen Behinderungen durch Lawinen,

- Bschlaber Landesstraße (L266) zwischen Elmen und Bschlabs in beiden Richtungen wegen Lawinengefahr und

- Ötztaler Gletscherstraße in beiden Richtungen.

Probleme gab es außerdem am Fernpass, auf der Eibergbundesstraße bei Kufstein oder auf den Mittelgebirgsstraßen südlich der Landeshauptstadt. Schneeketten werden derzeit auf vielen Tiroler Straßen benötigt. Einen Überblick über die Verkehrssituation finden Sie unter http://go.tt.com/rTBo2s .

Mehrere Unfälle aufgrund von Schneeglätte

Von der Landesleitstelle wurden mehrere Unfälle gemeldet. In Matrei am Brenner geriet Donnerstagmittag ein 25-jähriger Lenker aus dem Bezirk Innsbruck-Land mit seinem Pkw auf der Brennerstraße ins Schleudern.

Der junge Fahrer hatte eine vor ihm fahrende Autolenkerin, die abbiegen wollte, zu spät bemerkt. Beim Bremsen verlor er laut Polizei aufgrund von Straßenglätte und unangepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über den Wagen, schleuderte an dem vor ihm befindlichen Auto vorbei und prallte schließlich gegen ein Verkehrsschild. Dabei wurde der Lenker an der rechten Hand verletzt. Er musste nach der Erstversorgung ins Bezirkskrankenhaus Hall gebracht werden.

Auch in Stams mussten Donnerstagnachmittag die Einsatzkräfte zu einem Unfall ausrücken. Auf der B171 waren zwei Fahrzeuge ebenfalls vermutlich aufgrund der Schneefahrbahn und nicht angepasster Geschwindigkeit zusammengekracht.

Ein Pkw war auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem Kleintransporter kollidiert. Die beiden Fahrzeuge wurde anschließend über eine Böschung geschleudert. Nach ersten Informationen wurden beide Lenker ins nächst gelegene Krankenhaus eingeliefert.

In Nassereith war am Nachmittag ein mit Wein beladener Lkw von der Mieminger Bundesstraße (B189) abgestürzt.

Nach Kollision fing Fahrzeug Feuer

Bereits Donnerstagfrüh war es auf der Langkampfener Straße (L211) zu einem Verkehrsunfall aufgrund der Schneefahrbahn gekommen. Ein Lenker wurde dabei leicht verletzt.

Der 43-jährige Zillertaler geriet aufgrund der schneebedeckten Straße und nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern und auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte der Wagen des Zillertalers mit einem entgegenkommenden Fahrzeug.

Durch den Zusammenstoß dürfte es zu einem Kurzschluss in der elektrischen Anlage eines Fahrzeuges gekommen sein, berichtet die Polizei in einer Aussendung. Ein Feuer brach aus. Die Flammen konnten jedoch mit Hilfe eines Feuerlöschers, den ein Lenker bei sich hatte, rasch gelöscht werden.

Bezirk Reutte erwartet stärksten Niederschlag

In den vergangenen 24 Stunden gab es vor allem im Raum Arlberg und Außerfern, der Silvretta und entlang der Nordalpen ergiebige Niederschläge. Im Bezirk Reutte wurde für die Nachtstunden der stärkste Niederschlag erwartet. Nur Osttirol blieb von der weißen Pracht vorerst „verschont“.

Aufgrund der Neuschneemassen herrscht derzeit gebietsweise große Lawinengefahr. In den Tourengebieten gab es „überwiegend ungünstige Verhältnisse“, warnten die Experten des Landes. In den besonders neuschneereichen Regionen des Arlbergs, im Außerfern und der Silvretta wurde die Gefahr meist als „groß“ eingestuft. Der erwartete starke Temperaturanstieg und die Sonneneinstrahlung würden weiter für eine angespannte Situation sorgen. (tt.com, APA)


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