Neuseeland: Erneut Erdbeben in Christchurch

Bei einem neuen Erdbeben in der zweitgrößten neuseeländischen Stadt Christchurch sind am Freitag mindestens 19 Menschen verletzt worden.

Wellington – Christchurch, die zweitgrößte Stadt Neuseelands, ist erneut von einem Erdbeben erschüttert worden. Der Flughafen, Einkaufszentren und Supermärkte wurde evakuiert. In einem Stadtteil fiel der Strom aus, Fensterscheiben gingen zu Bruch. Das Beben passierte am Freitag um 13.58 Uhr (Ortszeit) und hatte nach ersten Angaben eine Stärke von 5,8. Danach gab es noch vier schwächere Nachbeben.

Wie Einwohner berichteten, wurde mehrere Gebäude geräumt, darunter auch ein Einkaufszentrum. Auch wurde der internationale Flughafen von Christchurch laut der Airline Quantas geschlossen. Die Stromversorgung und das Telefonnetz brachen zusammen. Berichte über Todesopfer oder größere Schäden lagen nach Behördenangaben zunächst aber nicht vor.

Mindestens 19 Menschen sind bei dem Erdbeben verletzt worden. Alle Sicherheitskräfte in der Region seien mobilisiert worden, um nach Schäden zu schauen. Am Scarborough-Kliff seien einige Felsbrocken abgegangen. Dort stünden allerdings seit früheren Beben Container, die die Steine sicher auffingen, berichtete die Lokalzeitung „The Press“.

Neuseeland ist eines der erdbebenreichsten Länder der Welt. Im Schnitt gibt es jährlich 26 Erdstöße mit einer Stärke zwischen 5,0 und 5,9. Christchurch erlebt seit mehr als einem Jahr eine beispiellose Bebenserie. Das folgenreichste passierte im Februar: Mehr als 180 Menschen kamen ums Leben, und die Innenstadt wurde zu großen Teilen zerstört. In ganzen Stadtteilen ist der Boden seither so instabil, dass nicht mehr an einen Wiederaufbau gedacht wird. (APA/dpa/Reuters/AFP)

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