Zinsen für Staatsanleihen 2011 im Auf und Ab

Die Entwicklung der Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen zeigt im Jahresabstand eine völlig unterschiedliche Entwicklung innerhalb der Euro-Staaten. Im Vergleich zu Ende Dezember 2010 fielen die Renditen beispielsweise für Österreich, Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Finnland, aber auch für Spanien, während sie in anderen Ländern wie Italien oder Belgien deutlich anstiegen.

In Griechenland gab es fast eine Verdreifachung, in Portugal eine Verdoppelung der Zinshöhe. Die Zinsen für griechische Anleihen haben am 30. Dezember 2010 12,472 Prozent betragen, im Februar dieses Jahres sind sie noch auf 10,804 Prozent im Sekundärmarkt-Handel gesunken. Am heutigen Mittwoch notierten sie mit illusorischen 35,216 Prozent.

Portugal verzeichnete im Jahresabstand einen Anstieg von 6,608 auf aktuell 13,464 Prozent. Das ist ein neuer Höchstwert, nachdem bereits im Juli dieses Jahres die Renditen auf 13,380 Prozent geklettert waren.

Italien ist am Mittwoch wieder unter die kritische 7-Prozent-Marke gesunken. Am Vormittag notierten die Zinsen für zehnjährige Staatspapiere mit 6,949 Prozent. Dies ist allerdings ein deutlicher Anstieg gegenüber Ende 2010, damals waren es lediglich 4,821 Prozent.

Belgische Staatspapiere legten im Jahresabstand zwar auch zu - von 3,964 auf 4,048 Prozent - doch gab es seit der Regierungsbildung im Dezember einen deutlichen positiven Trend nach unten. Vor einem Monat war noch wegen der unsicheren Lage eine Rendite von 5,752 Prozent verzeichnet worden.

Österreichs Rendite nahm im Vergleich zu Ende Dezember 2010 deutlich ab. Die Zinsen sanken von 3,512 auf nunmehr 3,002 Prozent, wobei sie zeitweise unter der 3-Prozent-Marke notierten.

Die französischen Anleihen wurden vor einem Jahr mit 3,240 Prozent notiert und liegen derzeit bei 2,985 Prozent. Sie waren im Jahresverlauf Anfang September auf 2,480 Prozent gesunken und Ende November aber wieder auf 3,722 Prozent gestiegen.

Finnische Renditen gingen von 3,157 deutlich auf 2,418 Prozent zurück, ebenso niederländische Zinsen von 3,148 auf 2,294 Prozent.

Die „Lokomotive“ Deutschland verzeichnet weiterhin den niedrigsten Zinsenstand. Die Deutschen müssen für zehnjährige Staatsanleihen nur 1,940 Prozent bezahlen, vor einem Jahr waren es noch 2,959 Prozent. Der Tiefstand war vor rund einem Monat mit 1,884 Prozent erreicht worden.


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