Intensive Suche nach verschüttetem Mädchen

Von See her arbeiten sich die Einsatzkräfte durch die Kreide-, Schlamm- und Geröllmassen. Sie gehen davon aus, dass sie am Montag darunter gestorben ist.

Kap Arkona – Nach dem auf Rügen verschütteten zehnjährigen Mädchen aus Brandenburg wird weiter verstärkt gesucht. Einsatzleiter Daniel Hartlieb beorderte am Donnerstagmittag auch Kräfte des Technischen Hilfswerkes und von zwei weiteren Feuerwehren zum Einsatzort. „Die Kameraden, die seit dem Morgen im Einsatz sind, müssen ersetzt werden“, erklärte Hartlieb. Die Männer würden bis zu den Knien im Schlamm stehen und versuchen, per Hand mit Schaufeln den Berg an der Stelle abzutragen, an dem die Spürhunde angeschlagen hatten. „Es ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Unser Ziel ist es, Katharina zu finden“, betonte Hartlieb. Am Morgen hatten etwa 45 Feuerwehrleute aus den Orten an der Nordspitze Rügens wieder mit der Suche begonnen.

Laut Hartlieb sollen am Donnerstagnachmittag erneut Spürhunde eingesetzt werden. Die Suche konzentriere sich auf eine 20 bis 30 Quadratmeter große Fläche am Rande der Abbruchstelle. „Das Wasser ist zurückgegangen. Wir müssen die Zeit nutzen, um das Kind zu finden“, sagte Hartlieb. Der Steilhang, an dem sich weitere Risse gebildet haben und an dem neue Erdrutsche drohen, werde kontinuierlich beobachtet. Die Gefahr für die Suchmannschaften sei kalkulierbar, da die Einsatzstelle nicht unmittelbar unterhalb der Risse liege.

Katharina war am Montagnachmittag mit seiner Mutter und der 14-jährigen Schwester unterhalb der knapp 40 Meter hohen Steilküste spazieren gegangen, als plötzlich mehrere tausend Kubikmeter Kreide und Mergel in die Tiefe stürzten und die Familie aus Nordbrandenburg erfassten. Die Ältere und die Mutter wurden gerettet. Die Zehnjährige wird seither vermisst. Die Suchmannschaften gehen davon aus, dass sie in den Massen von Schlamm und Mergel gestorben ist. Am Dienstagmittag war die Suche aus Sicherheitsgründen zunächst abgebrochen worden. (dpa)


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