Ägypten: Österreicher soll wegen Waffenschmuggels vor Gericht

Bei einem in Niederösterreich lebenden 32-Jährigen und einem Deutschen sind am 2. November auf dem Flughafen in Kairo Waffen im Gepäck entdeckt worden.

Kairo – Wegen mutmaßlichen Waffenschmuggels muss sich ein Österreicher in Ägypten vor Gericht verantworten. Bei dem in Niederösterreich lebenden 32-Jährigen und einem Deutschen sind am 2. November auf dem Flughafen in Kairo Waffen im Gepäck entdeckt worden. Die Justizbehörden haben die Fälle von vier Verdächtigen, unter ihnen auch zwei Ägypter, an das Notstandsgericht für die Sicherheit des Staates überwiesen, wie die Zeitung „Al-Ahram“ am Donnerstag berichtete. Ein Prozesstermin stand zunächst nicht fest.

Der Deutsche und der Österreicher sollen versucht haben, vier Scharfschützengewehre sowie 200 Schuss Munition ins Land zu bringen. Nach Informationen der Zeitung „Al-Masry Al-Youm“ wollten die Männer in der ägyptischen Hafenstadt Suez zu einem Einsatz als Sicherheitskräfte an Bord eines Öltankers gehen.

Die unter dem Notstandsrecht entstandenen Staatssicherheitsgerichte werden von Menschenrechtlern heftig kritisiert. Ein fairer Prozess sei nicht möglich, da das Urteil nicht angefochten werden könne, sagen sie. (APA/dpa)

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