Al Kaida sucht verstärkt in Libyen nach Unterstützern

Nach zehn Jahren der Bekämpfung durch die USA ist das Netzwerk geschwächt, zudem habe der Arabische Frühling die Gruppe in den Hintergrund gedrängt.

Washington – Das Terrornetzwerk Al Kaida sucht nach US-Angaben in Libyen verstärkt nach Unterstützern für seine Aktivitäten. Die Gruppe habe einige Mitglieder in das nordafrikanische Land geschickt und seinen Ableger Al Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) aufgefordert, stärker in Libyen aktiv zu werden, sagte ein US-Beamter am Freitag. Er bestätigte damit Informationen des Senders CNN.

Allerdings habe Al Kaida noch nicht richtig in Libyen Fuß gefasst, sagte der Beamte. Nach zehn Jahren der Bekämpfung durch die USA sei das Netzwerk geschwächt, zudem habe der Arabische Frühling die Gruppe in den Hintergrund gedrängt. Dennoch handle es sich um eine Bedrohung, der sich die USA bewusst seien und die sie gemeinsam mit den libyschen Behörden angingen. Dem CNN-Bericht zufolge soll Al-Kaida-Chef Ayman al-Zawahiri (Zawahri) im Mai ein erfahrenes Mitglied nach Libyen entsandt haben, das bereits 200 Männer rekrutiert habe. Die befragten US-Beamten bestätigten dies zunächst nicht.

Nach dem Sturz des langjährigen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi hatten westliche Regierungen sich besorgt über die Möglichkeit gezeigt, dass Al Kaida oder andere extremistische Gruppen die Instabilität in dem Land gezielt für ihre Aktivitäten ausnutzen könnten.


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