Iran bereit zu Wiederaufnahme von Atom-Gesprächen

Der Iran hat sich zur Wiederaufnahme der internationalen Gespräche über sein umstrittenes Atomprogramm bereit erklärt. Teheran habe die fünf Vetomächte des UN-Sicherheitsrates plus Deutschland (5+1-Gruppe) „offiziell“ aufgefordert, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, erklärte der iranische Chefunterhändler Said Jalili am Samstag laut Medienberichten vor Botschaftern in Teheran.

Der iranische Botschafter in Deutschland, Ali Akbar Scheich Attar, sagte der Nachrichtenagentur Mehr zufolge, die iranische Führung werde „bald“ einen Brief an die 5+1-Mächte senden, in dessen Folge neue Gespräche angesetzt würden. Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi sagte laut der Website des iranischen Staatsfernsehens einem chinesischen Diplomaten, sein Land sei bereit, die Verhandlungen über das Atomprogramm „fortzusetzen“.

Die Gespräche zwischen Teheran und Vertretern der fünf UNO-Vetomächte USA, China, Russland, Großbritannien, Frankreich sowie Deutschlands liegen seit fast einem Jahr auf Eis. Im Zentrum des Atomstreits steht die Urananreicherung, denn angereichertes Uran kann für zivile Zwecke, aber auch zum Bau von Atombomben genutzt werden.

Die USA sowie mehrere EU-Staaten wollen nach Sanktionen gegen die Öl-, Gas- und Petrochemie-Branchen auch die iranischen Ölexporte mit Strafmaßnahmen belegen. Teheran drohte Weihnachten damit, in diesem Fall die für Öltransporte wichtige Meerenge von Hormus zu sperren. Durch die Verbindung zwischen dem Persischen Golf und dem Arabischen Meer werden Angaben des US-Energieministeriums zufolge 20 Prozent des weltweit benötigten Öls transportiert. Deshalb hatte die Drohung an den Märkten für erhebliche Unruhe gesorgt.

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Die EU reagiert vorsichtig auf die neuen Signale aus Teheran für Gespräche. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton habe schon im Oktober an Chefunterhändler Jalili geschrieben und bisher keine Antwort erhalten, erklärte ein Sprecher Ashtons am Silvestertag in Brüssel auf Anfrage.

Die EU hatte Anfang Dezember bei ihrem Gipfeltreffen verschärfte Sanktionen gegen Teheran in Aussicht gestellt. Die Außenminister sollten spätestens im Januar weitere Strafmaßnahmen beschließen, beschlossen die Staats- und Regierungschefs. In der EU werden schon seit längerem Öleinfuhrverbote debattiert.


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