UVP für Skigebietserweiterung verordnet

Mayrhofen – Für die Erweiterung des „Skigebietes Unterbergalm Richtung Pangert“ der Mayrhofner Bergbahnen hat der Umweltsenat in Wien jetzt ...

Mayrhofen –Für die Erweiterung des „Skigebietes Unterbergalm Richtung Pangert“ der Mayrhofner Bergbahnen hat der Umweltsenat in Wien jetzt eine Umweltverträglichkeitsprüfung verordnet. In seinem Bescheid hat das Land Tirol im Juli 2011 festgestellt, dass keine UVP notwendig sei. Dagegen legte die Landesumweltanwaltschaft Berufung ein, weil von erheblich schädlichen und belastenden Auswirkungen auf die Umwelt auszugehen sei. Der Umweltsenat gab jetzt Umweltanwalt Johannes­ Kostenzer Recht.

Das Vorhaben der Mayrhofner Bergbahnen umfasst die Errichtung eines kuppelbaren 6er-Sesselliftes, einer mittelschweren Piste samt Beschneiungsanlage, eines Beschneiungsteiches mit einem Fassungsvermögen von 130.000 Kubikmetern sowie eines Aufschließungsweges. Die gesamte UVP-relevante Fläche des Vorhabens beträgt 12,149 Hektar. Während der vom Land betraute naturkundliche Amtssachverständige abschließend erklärte, dass bei Anwendung höchster Planungs- und Umsetzungsmaßstäbe durch die Skigebietserweiterung keine erheblichen schädlichen, belästigenden oder belastenden Auswirkungen auf die Umwelt verursacht würden, kommt der Umweltsenat zum gegenteiligen Schluss: Insgesamt geht der Umweltsenat davon aus, dass durch das Erweiterungsvorhaben mit erheblichen Belastungen zu rechnen sein werde, begründete der Umweltsenat seine Entscheidung. Außerdem sieht er im Gegensatz zur Landesregierung die Erheblichkeitsschwelle sehr wohl und in einem nicht unbeträchtlichen Ausmaß überschritten und vermisst umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen. (pn)

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