Billa überlegt Zukauf in Russland
Die österreichische Handelskette Billa plant eine Expansion in Russland. Laut einem Zeitungsbericht will die Rewe-Tochter die Supermarktkette Citystore übernehmen, schreibt der „Standard“. Die Kette werde derzeit vom türkischen Bauunternehmen Enka Insaat geführt und verfüge über 17 Supermärkte in Moskau, davon sieben im Eigenbesitz und zehn mit langfristigen Pachtverträgen.
Sie haben 42.000 Quadratmeter Fläche, davon 20.000 Quadratmeter Ladenfläche. Über Umsatz und Gewinn gebe es keine Angaben. Der „Standard“ verweist auf zwei Expertenschätzungen, wonach der Kaufpreis bei 70 bis 100 Mio. Dollar (bis zu 78,3 Mio. Euro) liegen könnte.
Billa ist seit 2004 in Russland und betreibt derzeit dort 72 Supermärkte, die meisten davon in Moskau. 2010 wurde der russische Billa-Partner Marta für zehn Mio. Euro aus dem Joint Venture ausgekauft, schon damals kündigte Billa-Sprecherin Corinna Tinkler an, sowohl organisch als auch mit Hilfe von Akquisitionen wachsen zu wollen, erinnert der „Standard“. Allerdings kam es vorerst zu keinen Übernahmen. Es sei nun auch unwahrscheinlich, dass das Kartellamt Einspruch erhebt, da Billa auch nach der Übernahme von Citystore keine marktbeherrschende Stellung in Moskau einnehmen werde.
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