Schlusslicht bei Jobs für Behinderte
Beim Behinderteneinstellungs-gesetz kommt die Republik ihrer Pflicht nicht nach. Tirol hinkt österreichweit hinterher.
Innsbruck –Kein gutes Vorbild. Beim Behinderteneinstellungsgesetz gibt es von Seiten der Republik Österreich noch immer Bundesländer, die ihrer Beschäftigungspflicht nicht oder nicht vollständig nachkommen. Tirol ist dabei bundesweit das absolute Schlusslicht.
Wie die TT bereits berichtete, sind deshalb 2012 für das Land auch rund 1,5 Millionen Euro an Ausgleichszahlungen fällig. Eine parlamentarische Anfrage des BZÖ zeigt nun, wie weit Tirol in diesem Bereich hinterherhinkt. Und trotz Ministerratsbeschluss wird die Republik auch in den vergangenen Monaten die erforderliche Quote nicht erreicht haben.
Während die Steiermark, Kärnten, Oberösterreich und auch das Burgenland ihre erforderlichen Quoten sogar deutlich übertreffen, findet man Vorarlberg und Tirol am anderen Ende der Skala – und das kostet Geld. Denn normalerweise müsste je 25 Mitarbeiter ein Mensch mit Behinderung beschäftigt werden. Die Erfüllung dieser Pflicht wird jeweils im nächsten Jahr abgerechnet. Für Tirol hieß das 2010, dass von 698 vorgeschriebenen Stellen für Menschen mit einer Einschränkung nur 377 angestellt waren. 321 nötige Posten blieben nicht besetzt, was mit -46 Prozent den letzten Platz in der österreichweiten Wertung machte.
Zum Vergleich: Vorletzter ist das Land Vorarlberg mit -42 Prozent. Spitzenreiter ist die Steiermark, die sogar 70 Prozent mehr Menschen mit Behinderung angestellt hatte als vorgeschrieben.
Ermittelt wurde auch die Erfüllung dieser Pflicht von weiteren Institutionen. So hat die Tiroler Gebietskrankenkasse ihre vorgeschriebene Quote mit 68 Prozent deutlich überschritten. Ähnliches gilt für die Arbeiterkammer Tirol. Nicht erfüllt hat laut der parlamentarischen Anfrage 2010 die Wirtschaftskammer Tirol ihr Soll. (TT, mw)
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