Ausbrecherkönig meldet sich aus dem Gefängnis
Bozen – Ausbrecherkönig Max Leitner hat es oft, sehr oft mit der Flucht versucht. Nachdem er aber im Dezember zum fünften Mal geschnappt wur...
Bozen –Ausbrecherkönig Max Leitner hat es oft, sehr oft mit der Flucht versucht. Nachdem er aber im Dezember zum fünften Mal geschnappt wurde und wieder im Gefängnis sitzt, wird an zwei Fronten für seine Freilassung gekämpft. Er selbst schreibt an eine Tageszeitung einen Brief, gespickt mit Vorwürfen gegen die Behörde. Und andere sollen für ihn unterschreiben. Sein Sohn hat die Petition „Freiheit für Max Leitner“ ins Leben gerufen. „Seine Haftstrafe soll erst im Jahr 2019 zu einem Ende kommen. Das sind dann insgesamt 29 Jahre Haft“, schreibt er in dem Aufruf, der auf der Facebook-Seite von Max Leitner veröffentlicht wurde. Obwohl dort 2600 Facebook-Freunde aufscheinen, „haben wir noch keine 300 Unterschriften“, steht in einem Posting vom 2. Jänner. Viel mehr sind es bis jetzt nicht geworden. Aktueller Stand des Ansuchens auf Begnadigung sind 336 Unterschriften.
Leitner persönlich erhebt währenddessen in einem Brief an die Südtiroler Tageszeitung schwere Vorwürfe gegen die Behörden. Er behauptet, dass er sich ja freiwillig stellen wollte. Stattdessen sei er „von der besten Carabinieri-Einheit Italiens wie Bin Laden verhaftet worden“.
Dieser gewagten Feststellung lässt er einen weiteren Vorwurf folgen. Die Gefängniswärter von Trient hätten ihn misshandelt. Als Leitner kurz vor Weihnachten die Behörden zu einem Sprengstoffversteck führen wollte, soll einigen Carabinieri seine geschwollene Gesichtshälfte aufgefallen sein. Laut der Zeitung ermittelt in diesem Zusammenhang die Bozner Staatsanwaltschaft. (chris)
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