Emma hatte bei beliebtesten Vornamen das Näschen vorn

Im Jahr 2011 standen im Außerfern 298 Geburten 176 Todesfälle gegenüber. Die meisten Babys kamen im Sommer zur Welt.

Von Helmut Mittermayr

Reutte –Die Entscheidung, wie ein Neugeborenes heißen soll, fällt manchmal lange vor der Geburt, dann wieder ist sogar im Kreißsaal noch nicht klar, welchen Namen das Baby bekommen soll – oder welcher Elternteil sich durchsetzt. Aber auch im Jahr 2011 ist schließlich kein Kind ohne Namen geblieben und die Statistik des Standesamts- und Staatsbürgerverbandes Reutte gibt erhellende Einblicke über das gemeinsame Ringen der Eltern um einen Kompromiss.

Insgesamt erblickten im vergangenen Jahr 140 kleine Herren und 158 Damen das Licht der Welt. Für die 298 Neuankömmlinge wurden 173 verschiedene Namen vergeben. Bei den Mädchen setzte sich Emma mit acht Nennungen weit von allen anderen ab. Lena und Lina schafften es auf immerhin vier Nennungen. Dreimal getauft wurden Chiara, Elena, Emily, Klara, Lea, Lisa, Mia, Ronja und Sophia. Unter den Vergaben waren auch für das „hiesige“ Ohr noch selten gehörte Einzelnennungen wie Dilsah, Eylül, Zaklina, Finja oder Tuana.

Bei den Buben verlief das Rennen ausgeglichen. Die Namen Felix, Lukas, Sebastian, Simon und Tobias wurde je viermal vergeben. Drei „neue“ Elias, Jakob, Jonas, Julian, Kilian, Leon, Maximilian und Paul leben jetzt im Bezirk. Eine gewisse Exotik war auch hier Namen wie Andjelo, Diego, Hlynur oder Sandi nicht abzusprechen.

2011 gab es um elf Geburten mehr als im Jahr davor. Nur ein Einziges aller 298 Kinder kam nicht im Bezirkskrankenhaus Reutte zur Welt. Im Vergleich zu den 1990er-Jahren (jeweils weit über 300) hat sich die Zahl der Neugeborenen auf niederem Niveau stabilisiert.

Unter einem besonders guten Stern scheinen 2010 die Monate Oktober und November gestanden zu sein, kamen doch ein Dreivierteljahr später im Juli (31) und August (30) die meisten Babys zur Welt. April und Mai scheinen hingegen zu wenig Aktivitäten angeregt zu haben. Neun Monate später waren gerade der Jänner (18) und Februar (21) arm an Nachwuchs. 42,7 Prozent aller Babys kamen unehelich – und trotzdem pumperlgesund und willkommen – zur Welt. Auch fünf Doppelpacks weist die Statistik aus.

Die Eltern der meisten Neugeborenen wohnten in Reutte (63), gefolgt von Lechaschau (18), Pflach (16), Ehrwald (14) und Breitenwang (13). In Jungholz, Gramais und Namlos blieben die Krippen im Jahr 2011 hingegen vollkommen leer.

Im vergangenen Jahr wurde nicht nur vor Freude geweint, 176-mal musste auch Abschied genommen werden. Knapp mehr als die Hälfte (92) verstarb im BKH Reutte. 22 Betagte ließen im Bezirkspflegeheim ihr Leben, 18 im Reuttener Seniorenzentrum. 38 Außerferner und Außerfernerinnen starben zu Hause, sechs bei einem Unfall.