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Air Alps: Südtirol prüft Strafe und neue Airline

Von Nina Werlberger...

Von Nina Werlberger

Bozen –Die Situation der Tiroler-Südtiroler Fluglinie Air Alps ist nach Pleitegerüchten weiter undurchsichtig. Im Verkehrsministerium in Wien wurde betont, dass Air Alps keine der beiden Fluglizenzen entzogen wurde – weder die Betriebsgenehmigung noch das Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Air Operator Certificate). Die Austro Control prüft. Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder hatte am Montag erklärt: „Die österreichischen Behörden haben Air Alps die Lizenz widerrufen, wohl wegen Insolvenz.“ Im Ministerium kann man sich diese Aussage nicht erklären. In Südtirol wird aber offenbar bereits mit einer Pleite und einer Zukunft ohne Air Alps gerechnet, seit am Freitag die drei Air-Alps-Maschinen überraschend nach Innsbruck überstellt wurden.

Die Airline hat die Provinz als einzige Linie mit Rom und Parma verbunden – weshalb es Südtirol vor allem um die Rettung der Flüge und somit auch um die Zukunft des Bozner Flughafens geht. Südtirols Mobilitätslandesrat Thomas Widmann sagte der TT, es gebe drei Airlines, welche an den Konzessionen der Air-Alps-Flüge interessiert wären. Parallel dazu wird überlegt, eine neue Fluglinie aus dem Boden zu stampfen, wie die TT aus Durnwalders Büro erfuhr. Realisieren würde dies die Südtiroler Unternehmerfamilie Gostner, wenn die Konzessionen in einem beschleunigten Verfahren übertragen würden, erklärte Widmann. Im September würden die Lizenzen für die Strecken ohnedies neu ausgeschrieben – dabei auch eine Verbindung Bozen – Wien. Gostner gehört das Unternehmen FRI-EL, Produzent von grünen Energiesystemen.

Widmann lässt indes Schadenersatzforderungen gegen Air Alps prüfen: „Die Pönale pro Tag, an dem nicht geflogen wird, beträgt 2500 Euro.“ Für die TT war die Air-Alps-Mutter Welcome Air auch am Dienstag nicht erreichbar. Gegenüber der APA sagte Geschäftsführerin Sabine Mertens, die Welcome Air wäre bereit, Linienflüge der Air Alps zu übernehmen. Die Airline sei von den „Geschehnissen der Air Alps unabhängig und wäre auch durchaus in der Lage aus operativer Sicht einige Linienflüge mittelfristig zu bedienen“, erklärte Mertens.