Videoüberwachung für historische Loks erwünscht

Regelmäßig machen Vandalen dem Verein der Eisenbahnfreunde Lienz das Leben schwer. Der Obmann will ein Sicherheitssystem.

Von Catharina Oblasser

Lienz –Systematisch zerfetzte Sitzbezüge, ausgebrochene Scheiben, abgerissene Seitenlehnen, besprühte Fenster und zerkratzte Holzflächen – so präsentiert sich der 1960 gebaute vierachsige Zwischenwagen für den Nahverkehr aus der Triebwagenserie 4030. Das Museumsstück gehört dem Lienzer Verein der Eisenbahnfreunde, so wie etwa 20 andere historische Loks und Waggons, die teilweise über 100 Jahre alt sind. Ihr Zuhause haben die Exponate in einem eigenen Bereich des Lienzer Bahnhofes.

Die Vandalenattacke auf den Nahverkehrswagen liegt zwar schon einige Zeit zurück, doch für die Reparaturen fehlt das Geld, erklärt Vereins­obmann Klaus Ladinig­. „Das kostet Unsummen­, wenn man alles wieder originalgetreu instand setzen wollte.“ Die aufgeschnittenen Sitze müssten neu tapeziert werden, der aufgesprühte Lack ist kaum mehr wegzubekommen. Außerdem ist dieser Wagen nicht das einzige Stück, das die diversen Übeltäter beschädigt haben. Auch in das Heizhaus, das die historisch besonders wertvollen Loks und Wägen beherbergt, wurde schon eingebrochen, erzählt Ladinig. Nun will der Obmann nicht mehr länger zusehen: „Wir wollen eine Videoanlage oder ein Sicherheitssystem mit Bewegungsmeldern zur Überwachung installieren“, meint er. „Wir können uns nicht all unsere Museumsstücke kaputt machen lassen.“

Wann die Überwachungsanlage kommt, ist noch ungewiss. Denn seit einigen Jahren bemüht sich der Verein darum, aus dem Heizhaus ein „richtiges“ Eisenbahnmuseum zu machen. Dafür ist die Hilfe der Stadt Lienz nötig. In den nächsten Wochen könnte das spruchreif werden.