Maribor 2012 und „Skica“ in Wien vorgestellt
Maribor, Europäische Kulturhauptstadt 2012, ist „näher als Sie denken“. Mit solchen Hinweisen stellten die Verantwortlichen der slowenischen Kulturhauptstadt ihr Projekt am Dienstag in Wien vor. Gleichzeitig wurde hier mit „Skica“ das erste slowenische Kulturinstitut im Ausland eröffnet. „Wien war die selbstverständliche Wahl“, betonte dessen Direktorin Anna Novak beim Festakt.
Umgekehrt sind die Wiener ganz besonders ins nahe Maribor eingeladen. „Maribor wird in einem Jahr eine andere Stadt sein als jetzt“, ist Kulturhauptstadt-Direktorin Suzana Zilic Fiser zuversichtlich. Denn bei seinem Programm setzt „Maribor 2012“ weniger auf „Spektakel und kulturelles Shopping“, wie Gestalter Ales Steger erklärte, sondern auf nachhaltige Veränderungen in der Stadt. „Maribor ist die Stadt, die ökonomisch am meisten unter dem Zerfall Jugoslawiens gelitten hat - wir sind seit 20 Jahren auf der Suche nach einer neuen Identität.“
Neben dem Veranstaltungsprogramm „Terminal 2012“, bei dem unter anderem Auftritte von Jan Fabre, Rebecca Horn oder Ivo Pogorelich geplant sind, wird daher auf Stadtentwicklungsprojekte gesetzt. So sollen die Stadtkerne von Maribor, aber auch den Partnerstädten Murska Sobota, Velenje, Ptuj, Novo mesto und Slovenj Gradec, durch künstlerische Eingriffe revitalisiert werden, die Reihe „Urbane Furchen“ setzt auf ökologische und soziale Projekte etwa an Schulen, mit Obdachlosen oder mit lokaler Industrie. Am vergangenen Wochenende wurde der Programmreigen eröffnet. „Ein oder auch mehrere Besuche lohnen sich auf jeden Fall“, warb Steger für die von Wien aus nur drei Autostunden dauernde Reise.
Kulturelle Impulse aus Slowenien kann man sich künftig aber auch in Wien holen. Im Studentenheim und Hotel „Korotan“ in Wien-Josefstadt eröffnet am Dienstag Sloweniens erstes Kulturinstitut im Ausland. „Skica“ ist die Abkürzung für „Slowenisches Kulturinformationszentrum“ und bedeutet auf Slowenisch „Skizze“.
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