Temposünder werden mit neuer Technik überwacht

Die Radarboxen sind getauscht. Sie blitzen nicht nur Temposünder, sondern erhöhen auch ohne Kamera die Verkehrssicherheit.

Von Simone Tschol

Außerfern –Sie sind nagelneu und haben dennoch eine äußerst abschreckende Wirkung. Die Rede ist von den Radarkästen im Außerfern. Sämtliche fix installierten Anlagen wurden kürzlich von der Verkehrsabteilung des Landespolizeikommandos für Tirol ausgetauscht. „Es hat sich auch auf diesem Gebiet technisch einiges verändert und deshalb wurden die alten Radarkästen durch solche der neuen Generation ersetzt“, erklärt Elisabeth Singer, Leiterin der Abteilung Verkehr an der Bezirkshauptmannschaft Reutte, gegenüber der TT.

An sechs Stellen im Außerfern versucht die Polizei, die Verkehrsteilnehmer mittels Radarüberwachung einzubremsen und so für mehr Sicherheit zu sorgen. Das Auge des Gesetzes lauert abwechselnd im Lermooser Tunnel sowie im Ortsgebiet von Lermoos, in Heiterwang, in der Allgäuer Straße in Reutte, in Weißenbach (Richtung Gaicht) sowie bei der Volksschule Lechaschau. Die Entscheidung, welcher Radarkasten scharf ist, trifft ausschließlich die Landesverkehrsabteilung in Innsbruck. Lediglich die Standortauswahl werde in enger Absprache zwischen hiesiger Polizei und Bezirkshauptmannschaft getroffen. Laut Singer seien derzeit aber keine weiteren fixen Stationen geplant. Das Gerücht, die neuen Radarkästen seien mit besonderer Vorsicht zu genießen, da sie im Gegensatz zu ihren Vorgängern jetzt von vorne und von hinten blitzen könnten, hat sich in der Bevölkerung rasch breit gemacht. Laut Landesverkehrsabteilung „war das auch bei den alten Modellen möglich und eine reine Einstellungssache“.

Elisabeth Singer ist aber davon überzeugt, dass die Radarkästen auch ohne Blitzlichtgewitter ihren Zweck erfüllen: „Sie erhöhen schon allein durch ihre abschrecken­de Wirkung die Sicherheit auf den Straßen.“ Singer stellt den Außerfernern übrigens allgemein ein gutes Zeugnis aus. Auffallend viele Raser gebe es im Bezirk nicht. Singer: „Wir haben nur im Sommer ein Problem. Wenn die Motorrad­saison beginnt, nimmt auch die Zahl der Temposünder rapide­ zu.“