Gesellschaft

Mann nach Schüssen auf Weißes Haus formal angeklagt

Dem Mann wird nun offiziell ein versuchtes Attentat auf Präsident Obama vorgeworfen.

Washington - Nach Schüssen auf das Weiße Haus im November muss sich der mutmaßliche Täter wegen eines versuchten Attentats auf US-Präsident Barack Obama verantworten. Nach Justizangaben vom Dienstag klagte eine so genannte Grand Jury den Verdächtigen Oscar Ortega-Hernandez formal an. Die Geschworenen halten die Beweislage für ausreichend, um dem 21-Jährigen wegen der versuchten Ermordung des Präsidenten den Prozess zu machen. Außerdem werden Ortega-Hernandez der Angriff auf Bundesbeamte, Verletzung des Eigentums der Vereinigten Staaten und Verstöße gegen Waffengesetze zur Last gelegt.

Ortega-Hernandez soll Anfang November mehrere Schüsse auf das Weiße Haus abgefeuert haben. Weder Obama noch seine Frau Michelle oder seine Kinder befanden sich zu dem Zeitpunkt in dem Gebäude. Unmittelbar nach dem Vorfall hatte die Polizei in der Nähe ein auf Ortega-Hernandez zugelassenes Auto entdeckt, in dem ein Sturmgewehr mit Zielfernrohr und Patronenhülsen lagen. Der mutmaßliche Schütze wurde nach mehrtägiger Fahndung in einem Hotel im Bundesstaat Pennsylvania verhaftet.

Eine erste psychologische Einschätzung im Dezember hatte ergeben, dass Ortega-Hernandez verhandlungsfähig sei. Die Justiz will den Geisteszustand des Angeklagten aber weiteren Untersuchungen unterziehen lassen. Der Verdächtige soll sich als „moderner Jesus“ bezeichnet haben, der Obama als Antichrist verfolge. Bei einer Verurteilung droht Ortega-Hernandez lebenslange Haft. (APA/AFP)