Wirtschaft dankte ihrem Vordenker

Zwölf Jahre stand Heinz Huber an der Spitze der Wirtschaftskammer Landeck. Nachfolger Toni Prantauer würdigte ihn als Vordenker.

Von Helmut Wenzel

Landeck –Etwas größer als sonst war der Andrang gestern Mittwoch beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Landeck. Für die meisten Gäste war es kein Geheimnis mehr: Im Haus am Schentensteig übernimmt ein neuer Mann das Zepter.

„Heinz Huber ist eine starke Persönlichkeit mit viel Motivationskraft. Für seine großen Leistungen als Vordenker und Querdenker kann ich nur danken.“ So hat der neue Bezirksobmann der Wirtschaftskammer, Toni Prantauer, die Leistungen seines Vorgängers auf den Punkt gebracht.

Huber war zwölf Jahre lang der Chef von 2700 Kammermitgliedern im Tourismusbezirk Landeck. Auf Ratschläge an seinen 53-jährigen Nachfolger will er völlig verzichten: „Auch Zukunftsprojekte kommentiere ich nicht mehr.“

Trotzdem verriet der scheidende Obmann, er habe sich vor wenigen Stunden über Neuigkeiten vom GKI ärgern müssen: „Einige Entscheidungsträger im Obergricht wollen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um das geplante Wasserkraftwerk weiter zu verzögern. Der Bezirk braucht dieses Kraftwerk dringend. Unsere Bauwirtschaft wartet auf Aufträge, es geht um ein regionales Auftragsvolumen von 92 Millionen Euro.“

Andererseits durfte sich Huber über eine Vorleistung in derselben Region freuen. „Beim Ausbau des Via-Claudia-Radweges nach Nauders werden auch Rohre für Glasfaserkabel verlegt. Damit stehen dem Gebiet des TVB Tiroler Oberland schnelle Datenleitungen zur Verfügung.“

Wie Huber stellt auch Prantauer den Tourismus klar in den Mittelpunkt seiner Herausforderungen: „Es gibt kaum Alternativen. Der Tourismus sichert Arbeitsplätze in den Tälern.“ Für den Sommertourismus will Prantauer „endlich auch Golfplätze“ im Bezirk Landeck haben.