Air Alps droht Aus, Bozen tüftelt an Flug-Weitergabe
Innsbruck – Ob die kleine Tiroler-Südtiroler Fluglinie Air Alps je wieder abheben kann, wird immer fraglicher: Die Austro Control prüfte am ...
Innsbruck –Ob die kleine Tiroler-Südtiroler Fluglinie Air Alps je wieder abheben kann, wird immer fraglicher: Die Austro Control prüfte am Mittwoch weiter. Der Airline könnte das Luftverkehrsbetreiberzeugnis entzogen werden. Seit Freitag fliegt die Air Alps nicht mehr. Wie berichtet, sind u. a. die Verbindungen zwischen Rom und Parma, Rom und Bozen sowie Mailand und Salerno betroffen. Hintergrund der Austro-Control-Prüfung dürfte vor allem sein, dass die Air Alps derzeit ohne Führung dasteht – wegen eines Eigentümerstreits gibt es keinen Betriebsleiter (Accountable Manager). Dieser ist jedoch zwingend per Gesetz vorgeschrieben. Ohne zuständigen Chef könnte die Flugfirma auch gar nicht Konkurs anmelden, wie KSV-Chef Walter Hintringer anmerkt.
Die Führung der Air-Alps-Mutter Welcome Air war auch am Mittwoch nicht erreichbar.
In Südtirol wird indes unter Hochdruck daran gearbeitet, dass am kleinen Bozner Flughafen bald wieder Flugzeuge abheben können. Mobilitätslandesrat Thomas Widmann teilte mit, dass im Fall einer Insolvenz der Air Alps die Konzession für die Flüge von Bozen nach Rom ohne Ausschreibung auf eine andere Fluglinie übertragen werden könnte. Dies habe Rom zugesagt. Im Herbst werden die Strecken ohnedies neu ausgeschrieben.
Die Südtiroler Unternehmerfamilie Gostner überlegt, wie berichtet, eine neue Fluglinie aus dem Boden zu stampfen. Wie die Zeitung Dolomiten schreibt, seien auch Flüge von Bozen nach Wien und von Bozen nach Frankfurt angedacht. Welcome-Air-Chefin Sabine Mertens hatte der APA gesagt, dass die Air-Alps-Mutter die Flüge übernehmen könnte. Insider sind aber skeptisch und sorgen sich um die finanzielle Konstitution der gesamten Welcome-Air-Gruppe. (wer)
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