Natur

Anstaltseinweisung nach Angriff auf Prostituierte

Von Reinhard Fellner...

Von Reinhard Fellner

Innsbruck –Eine verhängnisvolle Kurzzeitaffäre fing sich im Februar ein 73-jähriger Türke an. Hatte er doch die Abwesenheit seiner Frau dazu ausgenützt, seine Wohnungsnachbarin – eine Prostituierte östlicher Herkunft – auf Liebesdienste in seiner Wohnung anzusprechen. Diese willigte sofort ein und wurde mit 70 Euro handelseins.

Doch als beide nackt am Bett saßen, wollte es bei dem Pensionisten mit dem Liebesakt einfach nicht mehr klappen. Nach anfänglich gutem Zureden verlor die 24-Jährige irgendwann die Geduld: „Ich habe nicht ewig Zeit und muss jetzt gehen!“, soll sie zum Freier gesagt haben. Die Reaktion fiel aggressiv aus.

Die Prostituierte als Zeugin am Landesgericht: „Er wurde wütend und verlangte das Geld zurück. Als ich ihm sagte, dass der Fehler bestimmt nicht bei mir liege, ließ er mich nicht mehr aus der Wohnung und forderte mich mit einem Küchenmesser auf, mich wieder hinzusetzen.“ Ein zuvor getätigter Notruf bei einer Kollegin und ein aufmerksamer Nachbar, der den Lärm in der Wohnung wahrgenommen hatte, befreiten die Frau dann in Gestalt von zehn Polizisten aus der Wohnung.

Einen Fluchtversuch hatte der Rentner zuvor mit zwei Faustschlägen gegen den Kopf der Frau unterbunden und diese wieder an den Haaren in die Wohnung gezogen. Laut der psychiatrischen Sachverständigen Karin Kramer-Reinstadler leidet der 73-Jährige unter massiven Zuckerschüben die bereits eine „mittlere Demenz und damit verbundene Aggressionsausbrüche“ bewirkt haben. Nur unter kontrollierter und regelmäßiger Behandlung sei die Gefahr weiterer schwerer Körperverletzungen zu unterbinden. Richter Günther Böhler veranlasste eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.