Gemeinden opfern ihre Bedarfszuweisungen für Hallenbad
Alle Osttiroler Gemeinden wollen beim Neubau des Lienzer Hallenbades gemeinsame Sache machen – auch finanziell.
Dölsach, Lienz – Lieber ein großes, attraktives Hallenbad in Lienz, das alle Stückerln spielt, als mehrere kleine, die für sich ums Überleben kämpfen müssen: So lautet das Fazit der Osttiroler Gemeindeoberhäupter, die sich am Dienstagabend bei der ersten gemeinsamen Sitzung aller drei Planungsverbände (Lienz, Matrei, Sillian) trafen. Dafür wollen die einzelnen Kommunen auch Geld in die Hand nehmen, erklärten die Verbandsobleute Josef Mair, Andreas Köll und Erwin Schiffmann. „Zur Debatte steht, Mittel aus dem Gemeindeausgleichsfonds, die den jeweiligen Gemeinden zustehen, in das Vorhaben in Lienz fließen zu lassen“, meint Schiffmann.
Für die Geldspritze aus den Tälern haben die Gemeinden auch bestimmte Wünsche angemeldet. Manche hätten gern ein 50-Meter-Sportbecken. Neben dem schulisch-sportlichen Schwerpunkt sollen auch Tourismus, Wellness und die geplante Kletterwand nicht zu kurz kommen. Damit die Schulkinder aus ganz Osttirol das zentrale Bad leicht erreichen können, muss es ein eigenes Verkehrskonzept geben, verlangen die Planungsverbände.
Die zehn Freibäder, die es im Bezirk gibt, bleiben von diesem Konzept unberührt. Andererseits können private Hallenbäder, etwa in großen Hotels, nicht mit Unterstützung aus dem GAF-Topf rechnen. Das betrifft zum Beispiel das Vorhaben im Matreier Hotel Goldried. (co)
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